«Wir heissen unsere Gäste immer willkommen, egal wann sie kommen», sagt Elsbeth Lanz vom Berghof Montpelon ob Gänsbrunnen zu der Frage, wie denn das diesjährige Herbstgeschäft läuft. «Wir sind sehr zufrieden, doch so weit, dass Gäste keinen Platz mehr finden oder uns die Produkte ausgehen, so weit sind wir nicht.»

Elsbeth Lanz sagt, der Herbst sei für ihre Gästebewirtung eigentlich immer gut. «Unsere Gäste kommen vor allem wegen des ‹Zwergliweges›, also ganz gezielt zu uns», weiss sie. Es seien weniger Wanderer, sondern Ausflugsgäste, die vorbeikommen. Lanz hat beobachtet, dass dieses Jahr viele Besucher, die in anderen Jahren im Frühsommer vorbei kamen, nun im Herbst einen Besuch machen. «Ich denke, es war vielen im Mai und Juni einfach zu heiss. Jetzt sind die Temperaturen viel angenehmer.»

Auf dem Vorder-Brandberg ist man ebenfalls zufrieden mit der derzeitigen Gästeaufkommen, von Überfüllung aber möchte man aber auch hier nicht sprechen. «Vor allem an den Sonntagen ist halt immer viel los», sagt Rosi Hänni. Das derzeit angebotene Wildmenü habe sicher auch seine Anziehungskraft und werde gerne bestellt. Aber auch diesbezüglich sei man nicht am Anschlag und der Gast könne noch in Ruhe verweilen und geniessen, sagt sie weiter.

Wanderer und Biker

Der Berggasthof «Güggel» ist ebenfalls eine beliebte Station der Berggänger. «Zu uns kommen vor allem Wanderer und auch viele Biker», erzählt Isabelle Gygax. «Die meisten Essen und Trinken etwas; vor allem gerne auch etwas Süsses», verrät sie. Auch sie sagt, dass vor allem die Sonntage jeweils eine grosse Herausforderung seien. «Dann ist es gut, wenn man auf gut eingespielte Mitarbeiter zurückgreifen kann.»

Isabelle Gygax erwähnt, dass den Berggasthof «Güggel» nicht nur die Einheimischen kennen. «Es kommt auch schon mal vor, dass Hochdeutsch gesprochen wird.» Es gibt also Besucher, die gerne einen längeren Anfahrtsweg auf die zweite Jurakette auf sich nehmen.

Etwas mehr Stress scheint Jörg Saner von der Oberen Wechten bei Mümliswil zu haben. Als er am Telefon hört, dass diese Zeitung eine Auskunft haben will, ruft er nur: «Keine Zeit. Ich bin am Kochen».

Hochbetrieb auf der Infostelle

Zufrieden mit dem Gästeaufkommen ist man auch auf der «Thalstation», der Infostelle des Naturpark Thal beim Thalbrücke-Kreisel in Balsthal. Deren Leiter Benedikt Fluri hat täglich mit Kunden und Besuchern zu tun und erzählt, dass im September der Besucherandrang normal gewesen sei.

Das habe sich in den vergangenen drei Wochen gründlich geändert. «Derzeit sind die Vogelberingungsstation Subigerberg und der Holzweg Thal unsere eigentlichen ‹Renner›». Fluri schätzt, dass dies vor allem auch mit dem guten Herbstwetter, aber auch mit der Ferienzeit zu tun hat. «Ich kann sagen, dass wir voraussichtlich mit Rekord-Besucherzahlen in diesem Monat rechnen können», so Fluri weiter.

Besucher aus der ganzen Welt

Die Besucher des Naturparks Thal kommen aus der gesamten Schweiz, aber auch aus dem Ausland. «Gestern war eine dänische Gruppe am Schalter und heute Morgen beriet ich Gäste aus dem Nahen Osten», berichtet Fluri.

An der Infostelle können Wandervorschläge, Thaler Übernachtungsmöglichkeiten und viele andere Tipps für Einzelreisende oder Gruppen geholt werden.