Die Überlastung der Holzbrücke zwischen Fulenbach und Murgenthal ist schon seit Jahren Thema im Vorstand des Vereins Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu (GPG) und bei den zuständigen kantonalen Stellen. Eine umfassende, von den Kantonen Aargau und Solothurn in Auftrag gegebene Untersuchung zeigt nun in verschiedenen Varianten auf, wo die beiden Kantone im Gebiet zwischen Fulenbach/Murgenthal und Aarburg/Rothrist mit einem neuen Aareübergang verbunden werden könnte. Aufgezeigt werden in dieser Studie auch die damit einhergehenden Folgen bei der Verkehrsführung.

Die bestehende Holzbrücke stellt einen Engpass dar, der nicht nur den regionalen Verkehrsfluss hemmt, sondern auch Anziehungspunkt für ortsunkundige Lastwagen-Chauffeure bildet. Letzterem ist insofern in jüngster Zeit Einhalt geboten worden, indem das für dieses historische Bauwerk maximal zulässige Gesamtgewicht auf 3,5 Tonnen beschränkt worden ist. Vorher war eine Achslast von je 3,5 Tonnen erlaubt. Damit ist dieser Aareübergang für schwere Transporte gesperrt, womit eine Forderung des Vereins GPG und der direkt betroffenen Gemeinden erfüllt worden ist.

Skepsis überwiegt

Der Vernehmlassungsbericht wird in zehn Varianten und mehreren Untervarianten aufgezeigt, wo ein neuer Aareübergang gebaut werden könnte. Bis zum 20. März sollen die betroffenen Gemeinden und Verbände nun zu den Varianten, den zur überregionalen Ausrichtung für den Schwerverkehr, zum Zeitplan und zu den Folgen auf die kantonalen Richtpläne Stellung nehmen.

Obwohl der GPG-Vorstand die Vernehmlassung noch nicht im Detail verabschiedet hat, zeichnet sich gegenüber allen Varianten eine grosse Skepsis ab. Vor allem die Führung des Schwerverkehrs enthält einige Knacknüsse, weil die Entlastung der Dörfer unzureichend ist, Umfahrungen mit grossen Eingriffen in die Natur und erheblichen finanziellen Belastungen der Finanzen verbunden sind. Auch eine Anbindung an das übergeordnete Nationalstrassennetz ist in der Studie kaum erkennbar.

Drei Gemeinden wehren sich

Die direkt betroffenen Gemeinden Fulenbach und Wolfwil wehren sich gegen Varianten, die keine Abnahme der Verkehrsbelastung erwarten lassen. Auch Härkingen rechnet mit negativen Auswirkungen. Der Verein GPG schliesst sich dieser eher ablehnenden Haltung an. Ferner wird darauf hingewiesen, dass das 2008 geforderte Schwerverkehrs-Leitsystem, das eine effektive Entlastung gebracht hätte, bisher noch nicht ansatzweise zur Umsetzung vorbereitet ist.