Aedermannsdorf

Der Gemeinderat ist still gewählt

In der Gemeindeverwaltung in Aedermannsdorf (rechts) hat weiter Gemeindepräsident Bruno Born das Sagen.

In der Gemeindeverwaltung in Aedermannsdorf (rechts) hat weiter Gemeindepräsident Bruno Born das Sagen.

In Aedermannsdorf gibt es keine Gemeinderatswahlen. Für fünf Sitze haben sich fünf Kandidaten beworben. Gemeindepräsident Bruno Born bleibt im Amt.

Im Thal werden die Wahlplakate für die Kantonsratswahlen nun abgebaut. Weniger spektakulär werden die Wahlkämpfe für die Gemeinderatswahlen verlaufen. Zumindest in Aedermannsdorf, dort fällt der Wahlkampf gar gänzlich aus. Die Kandidatinnen und Kandidaten in der 560-Seelengemeinde gelten als in stiller Wahl gewählt. In der Amtsperiode 2017–2021 sitzen die bisherigen Thomas Altermatt und Jacqueline Schöni weiterhin im Rat. Auf Verena Meister und Doris Altermatt folgen neu James Fuchs und Corinne Hunziker-Eggenschwiler. Weitere Bewerber gab es keine.

Ämter waren schnell besetzt

«Es war aber nicht schwierig, die zwei freien Sitze im Rat zu besetzen«, sagt Gemeindepräsident Bruno Born. Die Gemeinde habe eine Findungskommission eingesetzt. Diese hat eine Liste mit möglichen Kandidaten erstellt, und gleich die ersten beiden Wunschkandidaten haben zugesagt. «Dabei haben wir vor allem auf die Fähigkeiten der Leute geschaut», so Born. Parteipolitik spiele im Dorf schon seit zehn Jahren keine Rolle mehr, es gehe allein um die Sache. Born ist sogar fast froh, dass es keinen Wahlkampf gibt: «Bei so einem kleinen Dorf wie Aedermannsdorf könnte das zu Streit führen».

Noch eine Amtszeit anhängen

Der parteilose Bruno Born selber möchte noch nicht aus dem Amt scheiden. Er ist seit 2009 Gemeindepräsident und hatte zwar kurz darüber nachgedacht, in diesem Jahr einem Nachfolger Platz zu machen. «Aber dann haben doch alle positiven Aspekte des Amts überwogen. Es macht mir nach wie vor sehr viel Spass», sagt Born. Und wenn er in einem Jahr pensioniert werde, dann habe er ohnehin genug Zeit für sein Amt als Gemeindepräsident.

Im Gegensatz zu den Plätzen im Gemeinderat wäre sein freier Sitz auch nicht so leicht wiedert zu besetzen. «Ein Nachfolger wäre nicht bereit gestanden», gibt Born zu. Die Gemeinde habe nun den Job, diesen innerhalb der nächsten Jahre zu finden. «Meine Aufgabe ist das aber nicht», fügt er an.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1