Mümliswil

Der Gemeinderat hat nun doch kein Interesse am Postlokal

Das nun zum Verkauf stehende Stockwerkeigentum befindet sich mitten im Zentrum von Mümliswil.

Das nun zum Verkauf stehende Stockwerkeigentum befindet sich mitten im Zentrum von Mümliswil.

Zu teuer und aktuell keinen Bedarf: Der Gemeinderat Mümliswil verzichtet auf den Kauf der ehemaligen Filiale und wünscht sich die Bank als Käuferin.

Der Gemeinderat Mümliswil signalisierte der Post Immobilien, dass die Gemeinde eventuell Interesse daran hätte, das Stockwerkeigentum, in welchem sich der Postschalter und die dazugehörenden Büroräume befunden hatten, käuflich zu erwerben. Dies vor allem auch im Zusammenhang mit der in Zukunft anstehenden Renovation des heutigen Gemeindehauses, für welche Investitionen von rund 400'000 Franken auf die Gemeinde zukommen.

«Es pressiert nicht», betonte Gemeindepräsident Kurt Bloch an der vergangenen Gemeinderatssitzung, «aber es macht Sinn, dass wir uns umsehen und nach Alternativen Ausschau halten.» Das nun zum Verkauf stehende Stockwerkeigentum – der Rest des Hauses gehört der Raiffeisenbank Dünnernthal – befindet sich mitten im Zentrum von Mümliswil, und daher wäre der Besitz dieses Objekts für die Gemeinde äusserst attraktiv.

Die Post Immobilien nannte für die Immobilie einen Richtpreis von 510000 Franken, erklärte Bloch. Er meinte zudem, dass es wahrscheinlich für dieses Objekt – so wie es sich heute darstellt – nicht sehr viele Interessenten gebe und man daher den Preis bestimmt noch senken könne. «Doch ich glaube, die Kosten für Übernahme und eventuellen Einbau von zeitgemässen Büroräumen oder Wohnungen würden nochmals mit rund 200000 bis 300000 Franken zu Buche schlagen. Und das können wir uns momentan nicht leisten.»

Im Rat wurden Stimmen laut, dass der Erwerb dieser Immobilie für die Gemeinde von Vorteil sein könne. Momentan sei jedoch kein Bedarf dafür da, hiess es andererseits. Nach gründlicher Diskussion beschloss der Rat, auf die Eingabe eines Kaufangebots bei der Post Immobilien zu verzichten. Hingegen dachte der Rat laut darüber nach, die Raiffeisenbank Dünnernthal solle auch diese Immobilien erwerben, um sich damit im Dorf stärker positionieren zu können.

Akte Schulhaus Rank: Denkmalschutz ist gegeben

Im vergangenen Jahr stellte der Gemeinderat Antrag an den Regierungsrat, das 1908 gebaute Primarschulhaus Rank unter Denkmalschutz zu stellen. Der Regierungsrat stellt sich dem Antrag positiv gegenüber und legte nun den Mümliswilern einen RRB-Entwurf zur Genehmigung vor. Darin wird festgehalten, dass das Schulhaus Rank (Grundbuch-Nummer 557) unter kantonalen Denkmalschutz gestellt wird und dass im Grundbuch die Anmerkung «Altertümerschutz» eingetragen wird. Es heisst weiter: «Geschützt ist die historische Bausubstanz des Schulhauses Rank. Insbesondere die Gebäudehülle sowie die primären Erschliessungszonen wie Treppenhaus und Korridore mit ihren historischen Ausstattungselementen.» Und weiter: «Geschützte historische Kulturdenkmäler sind vom Eigentümer so zu erhalten, dass ihr Bestand gesichert ist.» Der Gemeinderat genehmigte diesen Entwurf einstimmig.

Eine Anfrage vom örtlichen Tennisclub

Der Tennisclub TC Mümliswil fragt die Gemeinde an, ob sie bereit sei, bei einem künftigen Tennisplatzumbau finanzielle Unterstützung zu leisten. Der Rat gab grundsätzlich sein Einverständnis dazu im Sinne einer Gleichbehandlung der Vereine mit Jugendförderung. Allerdings müssten konkretere Angaben gemacht werden, damit entschieden werden kann. Vertreter des Clubs sollen an einer künftigen Gemeinderatssitzung ihr Anliegen genauer vorstellen.

Rüge für die Stäckli-Buebe

Unter «Verschiedenes» informierte der Gemeindepräsident, dass anstehende Anlässe aufgrund der Corona-Virus-Lage nicht durchgeführt werden. Auf der Homepage der Gemeinde oder bei den Veranstaltern sind Angaben zu finden. Weiter informierte er, dass er die Vertreter der kommenden 1.-Mai-Buben zu einem Gespräch empfangen werde. Dies aufgrund der Vorkommnisse im vergangenen Jahr, als die «Jahrgangs-Buben» im Dorf für Unruhe und Ärger gesorgt hatten. «So etwas will ich nicht mehr», sagte Bloch dezidiert.

«Wir werden Vorschläge machen, wie der Anlass durchgeführt werden kann. Und wenn man sich nicht daran hält, werden wir dem Treiben den Riegel schieben.» Der Gemeinderat zeigte sich einverstanden mit dem Vorgehen und regte an, Vertreter der diesjährigen «Stäckli-Buebe» in der nächsten Sitzung zu begrüssen, um ein klärendes Gespräch zu führen.

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