Welschenrohr
Der Gemeinderat geht einen Schritt weiter

Initiant Fredy Grimm informierte den Gemeinderat Welschenrohr über den Stand der Dinge in Sachen Naturpark Hotel-Projekt. Es gehe nicht nur um die Gemeinde, sondern um eine touristische Weiterentwicklung der ganzen Region, so Grimm.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Zur Verfügung gestellt

Grundsätzlich steht der Gemeinderat von Welschenrohr dem Naturpark Hotel-Projekt von Fredy Grimm positiv gegenüber. An seiner letzten Sitzung zeigte Initiant Fredy Grimm auf, wie das Projekt weitergeführt werden kann. Nachdem verschiedene Standorte für das geplante Hotelprojekt unrealistisch geworden sind, sieht Grimm die Möglichkeit, den Bau auf dem Areal beim alten Fussballplatz zu bauen, als die Beste an.

Hotel-Projekt

Positive Reaktionen

Seit Mitte 2015 lancierte der Welschenrohrer Unternehmer Fredy Grimm (76) ein Naturpark Hotel-Projekt in Welschenrohr. Geplant ist ein rund 20 Millionen Franken teures Hotel mit Spa-Bereich, welches vor allem Familien und Naturbegeisterte ansprechen soll.

Geplant sind 50 Zimmer in mehreren pavillonartigen Gebäuden auf ca. 17'300 Quadratmetern. Die Naturpark Thal-Leitung, sowie die Thaler Gemeindepräsidentenkonferenz stehen dem Projekt positiv gegenüber. (frb)

Darüber habe er am 15. November 2017 mit dem Vorstand des FC Welschenrohr gesprochen, informierte Grimm. «Es war ein sehr konstruktives Gespräch mit positiven Ansatzpunkten.» Der FC-Vorstand sei der Meinung, er wolle ganz sicher nicht als Verhinderer des Hotel-Vorhabens in die Geschichte von Welschenrohr eingehen, so Grimm.

Er betonte nochmals, es gehe hierbei nicht bloss um die Gemeinde Welschenrohr, sondern um die touristische Weiterentwicklung einer ganzen Region; und zwar sprach er von nachhaltigem und sanftem Tourismus. «In der ganzen Region fehlt ein solches Angebot, welches vor allem für Familien attraktiv wäre.»

Arbeitsgruppe einsetzen

Man habe mit dem FC-Vorstand Alternativen für ein neues Sportfeld oder einen Fussballplatz besprochen. Bei der erwähnten Sitzung sei beschlossen worden, den Gemeinderat damit zu beauftragen eine Arbeitsgruppe einzusetzen, in der Vertreter der Welschenrohrer Sportvereine, sowie Vertreter des Gemeinderates Einsitz nehmen sollen.

Diese Arbeitsgruppe soll konkrete Vorschläge ausarbeiten, wo ein allfälliger Ersatz für den Fussballplatz und Sportplatz angesiedelt werden könne. Welche Bedürfnisse noch auf diesem Sportfeld erfüllt werden müssten und wie die Abgeltung des Landes zu regeln sei.

Der Gemeinderat begrüsste dieses Vorgehen und bestimmte zwei Vertreter aus dem Rat, welche in dieser Arbeitsgruppe mitmachen sollen. Darüber hinaus werden die Sportvereine schriftlich informiert und eingeladen, ein bis zwei Vertreter für die Arbeitsgruppe zu melden.

Im Weiteren informierte Grimm darüber, dass er die Halter AG, einen schweizweit seriös arbeitenden Grossunternehmer und Marc von Weissenfluh, einen bekannten Hotelplaner mit im Boot habe. Die Halter AG – welche übrigens auch für die Weiterentwicklung des Cellulose Attisholz-Areals in Riedholz zuständig ist – würde jetzt einen Überbauungsplan erstellen.

Nachdem deren Vertreter vor einigen Wochen aus dem nebligen Mittelland ins sonnige Welschenrohr gekommen sind, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen, seien sie von dem Vorhaben äusserst begeistert gewesen, so Grimm. «Dieser Überbauungsplan wäre dann die Grundlage für einen Businessplan.»

Man werde jetzt eine Planungs-AG gründen, um das Vorhaben weiter vorantreiben zu können und mögliche Investoren anzusprechen. «Diese AG wäre dann auch in der Lage, mit den Landbesitzern Kaufrechtsverträge abzuschliessen, sodass innerhalb von zwei bis drei Jahren das nötige Land erworben werden könnte». Das allerdings sei alles erst möglich, wenn das für das Projekt nötige Land auch zur Verfügung steht.

Problem Raumplanungsgesetz

Infrage kommt nun also das Land des Fussballplatzes, welches dem FC gehört und welches sich momentan in der Zone für öffentliche Bauten befindet. Sowie die nebenliegenden Parzellen, die einem privaten Besitzer (W2) und der Gemeinde (W3) gehören. Diese beiden Grundstücke müssten umgezont werden. «Das Problem ist, dass wir über kein Land mehr verfügen, welches wir als Reservezone eintauschen können, wie das der Kanton verlangt», so Gemeindepräsident Stefan Schneider in der Diskussion.

Im Übrigen sei es ihm unverständlich, dass der Kanton in einem solchen Fall mit der Umsetzung des Raumplanungsgesetzes so hart bleibe und damit einer möglichen Entwicklung einer Gemeinde mit Schaffung von Arbeitsplätzen keine Hand biete. «Hingegen wird wertvolles Kulturland, beispielsweise im Gäu weiterhin für Wohnungen verbaut, wohingegen man doch weiss, dass der Leerwohnungsbestand momentan am Steigen ist.»

Hundekot sorgt für Ärger

Auf der Gemeinde häufen sich momentan Beschwerden, dass immer mehr Hundekot an den Strassenrändern liegt. Ebenfalls seien die Robidog-Stationen immer öfter ohne Säckli. Einige Mitglieder im Gemeinderat konnten diesen Sachverhalt bestätigen und es wurde diskutiert, wie man diese Missstände beheben könnte. Schliesslich wurde beschlossen, alle Hundebesitzer persönlich anzuschreiben und auf das richtige Verhalten aufmerksam zu machen.

Besonders soll auch darauf hingewiesen werden, dass freilaufende Hunde vermehrt ein Problem für die Verschmutzung darstellten, dass ein faires Verhalten beim Verbrauch der Säckli zu pflegen sei und dass auch die Möglichkeit von Ordnungsbussen bestehe, wenn jemand beim Liegenlassen von Hundekot von der Polizei gesehen werde. Jedem Hundebesitzer soll im Brief zudem ein Robidog-Säckli beigelegt werden.

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