Ein gewichtiges Traktandum der Gemeinderatssitzung betraf einen Solidaritätsbeitrag an die Umfahrung Klus (geschätzte Kosten 60 bis 70 Mio. Franken). Davon müsste Balsthal als Standortgemeinde 10 bis 15 Mio. Franken übernehmen.

Gemeindepräsident Bruno Born machte den Ratsmitgliedern beliebt, dass sich die Gemeinde Aedermannsdorf als Zeichen der Solidarität mit 118 Franken pro Einwohner oder 66 000 Franken an diesem Projekt beteiligen solle.

Würden sich alle weiteren Thaler Gemeinden beteiligen, müsste Balsthal rund eine Million weniger aufwenden. Für den Rat war es dann auch klar, dass die Gemeinde ihren Beitrag an die Umfahrung leistet, so wie sie auch ihren Beitrag an den täglichen Stau in der Klus leistet.

Kein Geld für Pensionskasse

Ein weiteres Traktandum im Gemeinderat betraf die kantonale Pensionskasse. Seit rund einem Jahr verhandelt der Einwohnergemeindeverband Solothurn (VSEG) mit dem Kanton über eine Finanzierungslösung zur geforderten gesetzlichen Ausfinanzierungspflicht von 1,1 Mrd. Franken für die Kantonale Pensionskasse. Der VSEG möchte nun von den Gemeinden wissen, welches Finanzierungsmodell bevorzugt wird.

An der Thaler Gemeindepräsidentenkonferenz herrschte keine einheitliche Meinung, deshalb stellte Born dem Gemeinderat keinen Antrag zu diesem Geschäft. Trotzdem fasste der Rat einen Beschluss, und zwar schnell: Eine Kostenbeteiligung der Gemeinden wird grundsätzlich abgelehnt.

Zu gross sei der jahrelange Einfluss des Kantons auf die Pensionskasse gewesen, wurde argumentiert. Und dass für die Arbeitgeberseite noch keine Beteiligung vereinbart worden sei, machte es den Ratsmitgliedern noch einfacher, den Beschluss zu fassen. Ein solcher Zusatzaufwand würde die Gemeinde Aedermannsdorf mit der heutigenFinanzlage nicht verkraften.

Keine Wohnung für Asylbewerber

Die Gemeinde wird die frei gewordene Wohnung im Gallihaus per 1. April ausschreiben. Als Möglichkeit wurde auch diskutiert, diese für Asylbewerber frei zu halten. Der Rat kam aber von dieser Idee wieder ab, weil womöglich die anderen Wohnungen schwerer zu vermieten wären. (rfa)