Schulanfang

Der Ernst des Lebens hat wieder begonnen – in Kestenholz im neuen, topmodernen Schulhaus

Das neue Schuljahr hat in der Region wieder begonnen. Die Erstklässler in Kestenholz haben in diesem Jahr ein besonderes Privileg: Sie starten als erste ihre Schulkarriere im modernen neuen Schulhaus, das in diesem Jahr fertiggestellt wurde. Das Schulhaus entspricht den neusten Anforderungen – aber nicht für alle war es Liebe auf den ersten Blick.

Im Parterre hängen die Jacken an der Garderobe und die bunten Schulranzen stehen nebeneinander auf den Bänken. Sie gehören den Erstklässlern, die in diesem Jahr in Kestenholz ihre Schulkarriere beginnen. Über jedem Haken hängt ein gebasteltes Schild mit dem Namen der jeweiligen Schülerin oder des Schülers. Sie sind die ersten Kinder in Kestenholz, die die Primarschule im neu gebauten, modernen Schulhaus starten.

Schulhaus gefällt nicht allen

Die Kinder sind momentan in ihren Klassenzimmern, Schulleiter Martin Caccivio spaziert durch die leeren Gänge. Er ist sehr zufrieden mit dem neuen Schulhaus. Auch wenn der moderne Bau nicht allen gleich gut gefällt. Aussen und innen ist Beton der Hauptbestandteil. Wände und Boden im Schulhaus sind aus Beton, genauso die Treppen. Die Atmosphäre wirkt dadurch kühl.

Blick ins Interieur des neuen Schulgebäudes in Kestenholz: Viel Beton und mit Holz verkleidete Wände

Ein Kind habe ihn mal gefragt, wann denn das Schulhaus fertig gebaut werde, erinnert sich Caccivio und muss lachen. Er selber habe sich schon daran gewöhnt. Und: «Im Laufe des Schuljahres können wir mit den Klassen das Schulhaus ja gestalten. Der Vorteil der Betonwände besteht darin, dass diese neutral sind und uns daher viel Gestaltungsspielraum lassen». Zum Beispiel können Bilder oder Basteleien aufgehängt werden. Dann sei auch bald nichts mehr von der nüchternen Atmosphäre zu spüren.

Bei dem neuen Schulhaus wurde Wert darauf gelegt, den neusten Anforderungen des Schulalltages zu entsprechen. In jedem Zimmer gibt es kleinere Gruppenarbeitsräume, die nach Wunsch mit einer Schiebewand vom restlichen Teil des Schulzimmers abgetrennt werden können. «Das erleichtert den Halbklassenunterricht», freut sich Caccivio. Zudem ist das Schulhaus an die Anforderungen der integrativen Schule angepasst.

Sichtbeton und Glas: Das neue Schulhaus in Kestenholz besticht durch seine Funktionalität: Im Hintergrund das alte Schulhaus.

Zusätzlich zu den Halbklassenzimmern stehen separate Räume zur Verfügung, in denen die Lehrpersonen für die Spezielle Förderung und die Logopädin in Kestenholz mit den Kindern arbeiten können, die zusätzliche Unterstützung im Unterricht benötigen. «Früher hatten wir für die Umsetzung der ‹Speziellen Förderung› zu wenig Platz. Mit den neuen Räumen ergeben sich viel mehr Möglichkeiten für den individualisierten Unterricht und die ‹Spezielle Förderung›.», so Caccivio. «Jetzt können sie sich hier einrichten.»

Auf dem neusten Stand

Ein Highlight des Schulhauses sind die modernen Wandtafeln. Sie haben einen Bildschirm integriert, auf dem wie mit einem Tablet gearbeitet werden kann. Ausserdem schaffte die Schule neue Tablets und Laptops für die Schüler an. Dies war nötig, weil ab der dritten Klasse Medienunterricht auf dem Programm steht.

Auch im alten Schulhaus gab es viele Veränderungen. Zum einen für die Lehrer, denn ihnen steht ein neues Lehrerzimmer zur Verfügung, indem sie sich austauschen können. Ausserdem wurden mehrere Räume eingerichtet, in denen sie den Unterricht vorbereiten können. Für die Leseratten und Musiker unter den Primarschülern hält das alte Schulhaus ebenfalls eine Überraschung bereit: Es wurde eine Bibliothek eingerichtet, und die Musikfans können in diesem Schuljahr in einem neuen Musikzimmer üben.

Eindrücke aus Matzendorf: Zum Schulstart singen die Schüler ein Ständchen:

Erster Schultag Matzendorf: Gemeinsames Singen zur Einschulung

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