Laupersdorf
Der bunte Liederstrauss des Männerchors war ein Hörgenuss

Der Männerchor bot zusammen mit dem Kinderchor ein vielseitiges und unterhaltsames Konzert.

Rudolf Schnyder
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Der Männerchor Laupersdorf zusammen mit dem Kinderchor beim Lied «Über den Wolken» von Reinhard Mey.

Der Männerchor Laupersdorf zusammen mit dem Kinderchor beim Lied «Über den Wolken» von Reinhard Mey.

Markus Müller

Aus verschiedenen Richtungen kommend, betraten die einzelnen Stimmregister des Männerchors Laupersdorf zu Beginn des Konzertes mit dem Kanon «Gaudeamus» von Rainer Butz die Bühne. Präsident Anton Koch begrüsste sichtlich erfreut das Publikum, die Ehrenmitglieder sowie die Delegationen von Ortsvereinen und Verband in der unerwartet vollbesetzten Mehrzweckhalle Kreuzacker.

Stimmen verschmolzen

Seit Anfang Jahr gibt es in Laupersdorf einen Kinderchor, entstanden aus dem Jahresprojekt «Mir si Musig» der Primarschule Laupersdorf und dank der Initiantin und Chorleiterin Michèle Ackermann. Nun hatte der Kinderchor seinen ersten öffentlichen Auftritt. Der Männerchor bot den Kindern die Plattform und sponserte ihnen gleich ein einheitliches T-Shirt. Teils wechselnd in der Stimmenabfolge, teils gemeinsam verschmolzen die Kinder- und Männerstimmen bei den Liedern «Über den Wolken» von Reinhard Mey und «Heitere Fahne» von Trauffer harmonisch. Es war ein Hörgenuss.

Alleine trug der Kinderchor keck, erfrischend und stimmlich rein «Herr Nörgeli» von Christian Schenker, ein Lied über nicht immer nette Nachbarn und «Reggae-Wurm» von Andrew Bond vor. Bei den bekannten und schwierig zu interpretierenden Klassikern «America» von Leonard Bernstein und «Memory» von Andrew Lloyd Webber fehlte es dem Männerchor etwas am Stimmvolumen, was jedoch bei einer nur 14-köpfigen Sängerschar nicht verwunderte. Dafür brillierte der Männerchor unter der Leitung von Cristina Rosario beim «Memory» mit harmonisch ausgewogenen Stimmen und guter Dynamik. Rinaldi begleitete die Liedervorträge am Klavier von der Musikalität her exzellent.

Zum «Bierlied» von Robert Pappert, fehlten auch die Bierhumpen auf Stehbar-Tischchen nicht. «Ein kühles, helles Blondes, das ist, was ich am liebsten mag», sang der Männerchor und am Schluss folgte ein kräftiges «Proscht». Damit signalisierte der Männerchor, dass die Kameradschaft im Chor nicht zu kurz kommt. Sehr rein vorgetragen wurde in englischer Sprache «Good night Ladys» und zum Abschluss des sehr abwechslungsreichen und gelungenen Konzertes durfte der aktuelle Hit «Rosmarie» von Georg Schlunegger nicht fehlen, was nach kräftigem Applaus des Publikums gar zu einer Zugabe führte.

Theatergruppe brillierte

Im zweiten Teil des Unterhaltungsabends spielte die Theatergruppe des Männerchors unter der Regie von Markus Müller das Lustspiel in zwei Akten «Buur suecht (kei) Frau» von Carmelo Pesenti. Bauer Max Binggeli (Paul Meier) lebt mit seinem Bruder Edi Binggeli (Thomas Würsten) zusammen. Auf ihrem Hof herrscht das reine Chaos, man lässt alles liegen, putzt nur das nötigste und der Bierlieferant ist ein gern gesehener Gast. Dani Bangerter (Marc Stauffer) entpuppt sich als wahrer Freund der beiden und kümmert sich als Buchhalter und Lebensberater um sie.

Er weiss, dass sich schlagartig etwas ändern muss, sonst verlieren die beiden den Hof. Deshalb ist er überzeugt, dass nur Frauen helfen können. Doch sehen Max und Edi nicht gerade wie Traummänner aus und sie wollen von Frauen sowieso nichts wissen. In der Folge treten die barsche Stilberaterin Chrige Loosli (Nicole Jaus), die einen arbeitsamen Mann suchende Emma von der Fluh (Sabine Bobst), die sogar eine Mundkontrolle mit einer Taschenlampe vollzieht, die sexy Verführerin Silvia Anliker (Christine Fankhauser) und die Pfarrerin Katrin Meier (Andrea Bieli), die versehentlich an einen Stuhl gefesselt wird, auf den Plan.

Zweite Aufführung Der Unterhaltungsabend des Männerchors Laupersdorf findet am Mittwoch, 22. November, um 20 Uhr, ein weiteres Mal statt.

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