Oensingen
Der Bienkensaal ging beinah in Flammen auf

Ende Januar geriet bei einem privaten Anlass im Bienkensaal ein Vorhang der Bühne in Brand. Ausgelöst wurde der Brand alleine durch die Hitzeentwicklung eines Scheinwerfers, wie an der Ratssitzung erwähnt wurde. Der Gemeinderat musste nicht nur deswegen zahlreiche Nachtragskredite sprechen.

Erwin von Arb
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Im Bienkensaal wurde Ende Januar 2017 der Bühnenvorhang durch einen Brand beschädigt. Der Schaden hielt sich glücklicherweise in Grenzen.

Im Bienkensaal wurde Ende Januar 2017 der Bühnenvorhang durch einen Brand beschädigt. Der Schaden hielt sich glücklicherweise in Grenzen.

Themenfoto: wak

Eigentlich wollte der Gemeinderat Oensingen den für 2017 geplanten Ersatz des Bühnenvorhangs im Bienkensaal auf Gründen der Kosteneinsparung auf das kommende Jahr verschieben. Am Montagabend musste der Rat jedoch auf seinen Entscheid zurückkommen und einen Nachtragskredit von 25 000 Franken für den Ersatz der Bühnenvorhänge sprechen. Nötig wird diese Auswechslung, weil am 29. Januar 2017 bei einem privaten Anlass im Bienkensaal ein Vorhang der Bühne in Brand geriet.

Hitze löste Brand aus

Ausgelöst wurde der Brand alleine durch die Hitzeentwicklung eines Scheinwerfers, wie an der Ratssitzung erwähnt wurde. Glücklicherweise schafften es die Mieter des Saals an diesem Abend noch vor Eintreffen von Polizei und Feuerwehr, den Band selbst mit einem Feuerlöscher zu löschen.

Damit konnte ein noch grösserer Schaden vermieden werden. Dieser manifestierte sich in Form eines etwa ein Meter breiten Streifens, welcher dem Brand vom Bühnenboden bis zur Aufhängung des Vorhangs im Deckenbereich zum Opfer fiel.

Die Gefahr einer Ausbreitung des Feuers auf den ganzen Bienkensaal sei nicht sehr gross gewesen, sagt der Oensinger Feuerwehrkommandant Michael Dietschi auf Anfrage. Als Grund nennt Dietschi das nur schwer entflammbare textile Material, aus welchem der Vorhang gemäss den geltenden Brandschutzvorschriften bestehen muss. Dieses Material fange nicht offen Feuer. Es handle sich vielmehr von einen Glimmbrand, der das Material langsam schmelzen lasse.

Sicherheitsrisiko beseitigen

Nicht den Brandschutzvorschriften entsprach hingegen die Installation des Bühnenvorhangs. Diese lässt nämlich zu, dass die Vorhänge gefährlich nahe an die Scheinwerfer kommen und somit ein grosses Sicherheitsrisiko darstellen.

Der Gemeinderat war sich einig, dass dieses Sicherheitsrisiko mit der Auswechslung des Vorhangs so schnell als möglich beseitigt werden sollte. Bis zur Auswechslung der Vorhänge können der Saal die Bühne weiterhin benutzt werden.

Ebenfalls in engstem Zusammenhang mit dem Bienkensaal stand der Nachtragskredit von 19 500 Franken für die Anschaffung einer neuen Scheuersaugmaschine. Das alte Gerät hat ein Alter von fünf Jahren erreicht und ist derzeit nicht funktionsfähig.

Die Reparatur und der ebenfalls anstehende Service der Maschine würden mit 7000 Franken zu Buche schlagen. Der Rat gelangte zum Schluss, dass sich eine solche teure Wiederinbetriebnahme auch mit Blick auf den bald fälligen Wechsel des Batteriesatzes der Maschine nicht lohnt. Er bewilligte für die Anschaffung einer neuen Scheuersaugmaschine einen Nachtragskredit von 19 500 Franken.

Lautsprecher für Bienkensaal

Ein weiterer Nachtragskredit war nötig für den Ersatz der Audio- und Videoanlage im Bienkensaal. Diese Beschaffung ist im Budget 2017 zwar vorgesehen, jedoch ohne Lautsprecher. Weil die alten Lautsprecher nun doch nicht wie angenommen weiter verwendet werden können, müssen neue für 23 000 Franken beschafft werden. Der Rat bewilligte den dafür notwendigen Kredit.

Auch zugunsten des Bienkensaals sprach der Gemeinderat einen Nachtragkredit von 4000 Franken für die Behebung von Mängeln bei der Elektroinstallation.

Elektronische Wandtafeln in der Schule

Die Anschaffung von elektronischen Wandtafeln für die bestehende Schulanlage Oberdorf war eigentlich im Jahr 2018 vorgesehen. Eine erste Offerte bei der einzigen Firma, welche diese in das bestehende Wandtafelsystem integrieren kann, wurde vor rund drei Jahren bei der Hunziker AG in Thalwil ZH eingeholt. Das unterbreitete Angebot für 16 elektronische Wandtafeln lag damals bei rund 222 000 Franken, reduzierte sich aber infolge technischer Neuerungen auf 170 000 Franken.

Dieser Betrag wurde denn auch in die Investitionsrechnung 2018 der Einwohnergemeinde Oensingen aufgenommen. Zwischenzeitlich hat die Hunziker AG der Gemeinde ein Angebot unterbreitet, welches bei sofortiger Bestellung eine Kostenreduktion von 31 000 Franken auf neu 133 863 Franken zur Folge hätte.

Begründet wird der Preisnachlass mit der damit möglichen Ausrüstung von insgesamt vier Gemeinden mit elektronischen Wandtafeln. Die Firma erklärte sich zudem bereit, den Rechnungsbetrag zu splitten und für 2017 eine Akontozahlung von 30 Franken zu akzeptieren. Der Restbetrag würde wie vorgesehenen 2018 zur Zahlung fällig.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Beschaffung der elektronischen Wandtafeln aus und bewilligte dafür einen Investitionskredit in der Höhe von 135 000 Franken. 30 000 davon wurden als Nachtagskredit zugunsten der Investitionsrechnung 2017 gesprochen, die restlichen 105 000 Franken sollen in der Investitionsrechnung 2018 budgetiert werden. Mit der Beschaffung der elektronischen Wandtafeln wurde die Schulleitung beauftragt. (eva)