Erzbergchilbi
Der Berggottesdienst war ein Publikumsmagnet

Die 26. Ausgabe der Erzbergchilbi war wiederum ein Erfolg an beiden Tagen. Beim Gottesdienst wurden Thema Schöpfung und Natur behandelt. Der Jodlerklub Ramiswil kümmerte sich um Gäste und Festwirtschaft des Anlasses.

Benildis Betolila
Merken
Drucken
Teilen
«Wir sind wohl der jugendlichste Jodlerklub in der Nordwestschweiz», sagt Präsident Peter Bader (stehend ganz links); das Durchschnittsalter beträgt weniger als 40 Jahre.

«Wir sind wohl der jugendlichste Jodlerklub in der Nordwestschweiz», sagt Präsident Peter Bader (stehend ganz links); das Durchschnittsalter beträgt weniger als 40 Jahre.

Benildis Bentolila

Die Mitglieder des Jodlerklubs Ramiswil (JKR) sind etwas übermütig. Obwohl der Erzberg eingehüllt ist in eine Nebelkulisse. Der erste Tag ihrer 26. Erzbergchilbi am Samstag war ein voller Erfolg. Am Sonntag gegen halb elf Uhr, füllt sich der Parkplatz erneut mit Autos aus den Kantonen Solothurn und Baselland, denen bis zu vier Personen entsteigen.

Zudem tauchen aus dem Nebel immer wieder Wanderer auf, welche sich ebenfalls ins Festzelt begeben. Dort ist auf der Bühne ein Altar vorbereitet für den ökumenischen Gottesdienst. «Früher feierten wir eine Messe», erinnert sich Präsident Peter Bader. «Unser JK hat jedoch gute Kontakte zur katholischen und zur reformierten Kirche, wir treten auch in beiden Kirchen auf. So ergab sich vor rund zehn Jahren, dass wir gemeinsamen einen Berggottesdienst feiern könnten.» Die Verwirklichung der Idee kam auch bei der Fangemeinde gut an.

Den Gottesdienst zelebrierten die Pfarrerin Franziska Haller von der Pfarrei Welschenrohr und der Priester Markus Heil, Diakon Pfarrei Mümliswil. In ihren Predigten dachten sie nach über die Schöpfung und die Natur, die in Gefahr sind. Fragten sich, wie weit wir Menschen eigentlich bestimmen dürften, ob ein Tier, eine Pflanze überleben dürfe oder ausgerottet werden müsse. «In der Schöpfungsgeschichte steht wohl, dass Gott zum Menschen sagte, er solle sich die Erde untertan machen», hielten sie fest. «Aber vielleicht sind wir schon zu weit gegangen, haben längst zu stark Schöpfer und Gott gespielt.» Wir sollten bedenken, dass die Uhr bereits mehr als fünf vor zwölf zeige.

Damit der gastgebende JK sich auf die Gäste und die Festwirtschaft konzentrieren konnte, hatten sie den JK Hochwacht Lauwil unter der Leitung von Sabine Bader engagiert. Die Oberbaselbieter sangen neben Auszügen aus der Jodlermesse von Jost Marti Lieder, welche mit dem Thema Natur und Schöpfung harmonierten. So Adolf Stählis «Mis Plätzli». Dort heisst es: «I weiss amene ort, höch obe am Bord, äs Plätzli so richtig zum Tröime ...» Passt wunderbar zur Erzbergchilbi.