Die Betonarbeiten für die Multifunktionshalle sind fertiggestellt. Die Fenster sind eingebaut, die Fassaden dicht. Nach dem Einbau von Teilen des Daches ist das Gebäude auch von oben her abgedichtet, jetzt folgt der restliche Aufbau des Daches, während im Innenraum die Leichtbauwände gestellt werden und die Haustechnik verlegt wird, gefolgt von Schreiner- und Gipserarbeiten. Ausstehend ist noch die Ausschreibung der Sportgeräte im Innenraum. «Leichte Terminverschiebungen gibt es während eines Bauprozesses – das ist üblich», schreibt Verena Hellweg, Projektleiterin ffbk Architekten AG Basel, auf der extra für die Sportstätte eingerichteten Homepage. Entstehen wird eine Multifunktionshalle mit Aussensportanlage, bezugsbereit Ende Mai.

Woher kommt die Differenz?

Die Kosten für die Sportstätte betragen laut Abstimmungsvorlage 9,848 Mio. Franken. Nun ist der Regierungsratsbeschluss öffentlich geworden, wonach der Gemeinde Oensingen ein Beitrag von maximal 362 613 Franken aus dem Sportfonds des Kantons Solothurn zugesichert wird. Es wird darauf hingewiesen, falls die Bauabrechnung gegenüber dem Voranschlag von 10 421 465 Franken tiefer ausfällt, so werde der zugesprochene Beitrag im Verhältnis gekürzt.

Wieso ist auf einmal von 10,421 Mio. die Rede? «Wir haben trotz dieser Differenz noch immer eine sehr hohe Genauigkeit von plus/minus fünf Prozent zum Kostenvoranschlag, wie wir im Vorprojekt zur Urnenabstimmung angegeben haben», schickt Gemeinderat und Gesamtprojektleiter Martin Brunner voraus. Dieser Kostenvoranschlag vom Dezember 2012 wurde dann noch detaillierter ausgearbeitet. «Darin fielen Preiserhöhungen ins Gewicht, so beim Stahl, der für Träger und Trapezbleche verwendet wird. Auch die Kosten für Dämmbeton sind angestiegen», erklärt Brunner. Der revidierte Kostenvoranschlag vom Dezember 2013 lautete dann auf 10 179 393 Franken, was einer Abweichung von 3,3 Prozent entspricht. Für die Eingabe beim Sportfonds kamen dann noch die Abrechnungen der Machbarkeitsstudie (83 183 Franken) und der Vorprojektkosten (158 889) hinzu. «Das ergibt letztlich die 10,421 Millionen, die im Regierungsratsbeschluss erwähnt sind.»

Einweihung am 28. Juni

Brunner ist guter Dinge, dass alles wie geplant läuft. Nach fast fünf Jahren der Planung und einer Bauzeit von 15 Monaten soll die lang ersehnte Multifunktionshalle inklusive Aussenanlagen eingeweiht werden können und zwar mit einem eigentlichen Volksfest am Sonntag, 28. Juni. Darin integriert sind sportliche Wettkämpfe, unter anderem das traditionelle Zibelirennen.