Der Präsident der Forstkommission, Peter Felber, konnte zum Banntag der Bürgergemeinde Egerkingen beim Start beim Flüemattweiher erfreut 50 erwartungsvolle Teilnehmende willkommen heissen.

Der nachfolgende zweistündige Waldgang war höchst informativ und lehrreich. Werner Schwaller, Kreisförster Olten-Gösgen, referierte zum Thema «gemeinwirtschaftliche Leistungen des Waldes». Der Wald leiste weit mehr als Holzproduktion, er habe bekanntlich verschiedene Funktionen: Grob gesagt seien es die Nutz-, Schutz- und die Wohlfahrtsfunktion. Im Weiteren speichere der Wald Kohlendioxid, er präge das Landschaftsbild, der Waldboden filtere Trinkwasser und im Wald würden Früchte, Beeren und Pilze wachsen. Fazit: «Der Wald ist mehr als eine Holzproduktionsfläche. Der Wald nützt uns allen.»

An einem typischen Beispiel klärte Werner Schwaller im Anschluss auch über das Eschensterben auf, eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzkrankheit. Und auch der Revierförster Walter Brönnimann vom Zweckverband Forst Mittleres Gäu nutzte die Gelegenheit und sprach über die Themen «abgestufter Waldrand» und «Nachhaltigkeit der Waldnutzung/ausgeführte Holzschläge». Die Waldrandpflege würde verschiedenen Seiten Vorteile bringen: dem Natur- und Landschaftsschutz, der Landwirtschaft und der Waldwirtschaft.

In seinem entsprechenden Referat orientierte Walter Brönnimann, dass alle zehn Jahre für den Wald der Bürgergemeinde Egerkingen ein neuer Betriebsplan erstellt werde und dass der jetzige Plan Rechenschaft über den Zeitraum von 2001 bis 2010 ablege. Um die Verjüngung des Waldes im gewünschten Ausmass zu gewährleisten, soll mindestens die nachhaltige Fläche verjüngt werden.

Man sei bestrebt, keine riesengrossen Holzschläge auszuführen. So seien halt mehrere Holzschläge nötig, weshalb das Gefühl entstehen könne, dass zuviel genutzt werde. Aber auch eine stärkere Verjüngungstätigkeit würde den Egerkinger Wald nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Das den Waldgang abschliessende währschafte Zvieri auf der Terrasse des Schützenhauses war allen Banntagteilnehmenden im Anschluss sehr willkommen.