Es war eine spontane Idee vor 19 Jahren, als junge engagierte Mütter einen Spielnachmittag für aktive Familien organisierten. Daraus entwickelte sich im Verlauf der Jahre der mittlerweile weit über die Region hinaus bekannte Aargäuer Spieltag, der jeweils in und um die Mehrzweckhalle Wolfwil ausgetragen wird. Auf diesem Areal konnten Generationen von Kindern neue Gestaltungsideen und Spielmöglichkeiten entdecken.

Verein ist vielfältig aktiv

Heute werden Aktivitäts-Stationen von jungen Leuten betreut, die selber als Kinder schon dabei waren. Die engagierten Organisatoren haben sich über die Zeit als Verein unter dem Namen AareGäuer Kurse-Freizeit organisiert und neben dem einmal jährlich ausgetragenen Spieltag weitere Ideen und Projekte entwickelt.

So werden Kinder- und Erwachsenenkurse angeboten, Ferienkurse für Kinder ähnlich dem Ferienpass durchgeführt, ein Nachhilfeportal entwickelt (für Berufsmessen und die Organisation von Weiterbildungskursen für die Nachhilfelehrer) und vieles anderes mehr. Vor einem Jahr startete der Verein mit dem neuen Projekt «nachwuchskräfte.ch». Diese Projekte haben sich allesamt erfolgreich weiterentwickelt und in der Region etabliert, wie Präsidentin Silvia Stettler erwähnt. «Heute sind über 40 Nachhilfelehrer in unserm Projekt aktiv», bemerkt Stettler nicht ohne Stolz.

Diese betreuten nicht nur Kinder, sondern auch ältere Schüler und Lernende in verschiedenen Berufssparten. In Anspruch genommen würden die Angebote inzwischen auch von Sozialeinrichtungen, Schulen und Lehrbetrieben, die nach geeigneter Unterstützung suchen.

Am neuen Projekt «nachwuchskräfte.ch», welches eine Plattform für junge Berufs- und Studienabgänger darstellt und die traditionellen Jobs-Such-Prozesse umkehrt, will der Verein weiterhin mit Hochdruck arbeiten. Eine Info-Website und eine Broschüre sollen bis Frühling erarbeitet. Eine Studentin der Fachhochschule Nordwestschweiz hat ihre Bachelorarbeit zu diesem Thema geschrieben.

Blick in die Zukunft gerichtet

Für den kleinen Verein AareGäuer Kurse-Freizeit, in dem alle ausschliesslich unentgeltliche Freiwilligenarbeit leisten, sind die vielfältigen Aufgabenbereiche und die Verantwortung den Schülern und Eltern gegenüber sehr stark angewachsen. Deshalb wurde an der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung über die künftige Positionierung des Vereins diskutiert. Dabei standen die Konzentration der Kräfte und die Fokussierung auf nachhaltige und zukunftsorientierte Projekte im Vordergrund.

Der Vorstand mit Gabi Meier (Riken), Michael Rötheli (Härkingen), Silvia Stettler (Wolfwil) und neu Arlette von Rohr (Kestenholz) sowie die Projektmitglieder Rahel Wehrli und Stella Peterhans (beide Niederbipp), Sandra Berger (Härkingen) und Andrea Schmid (Wolfwil) haben sich deshalb darauf geeinigt, den Aaregäuer Spieltag fallen zu lassen. «Wenn man Platz schaffen will, muss man auch Altes loslassen können», meint Silvia Stettler dazu.

Der letzte Aaregäuer Spieltag soll am 6. November anlässlich der 750-Jahr-Feier von Wolfwil ein letztes Mal durchgeführt werden. Interessierte Kreise arbeiten an einer Nachfolgelösung, um die erfolgreiche Idee des Aaregäuer Spieltages nicht sterben zu lassen, wie Stettler verrät. «Denkbar wäre, den Familientag vielleicht 2017 in Olten durchzuführen. Entschieden sei aber noch nichts, so die Vereinspräsidentin.(ssw/eva)

Weitere Infos unter www.aaregaeuer.ch, oder www.nachhilfe-so.ch