Thal-Gäu

Denkzettel kassiert: Zwei Gemeindepräsidenten mit vielen Leerstimmen bedacht

Trotz Wiederwahl, wurde Rolf Kissling bei den Gemeinderatswahlen von Neuendorf mit einem argen Denkzettel bedacht.

Trotz Wiederwahl, wurde Rolf Kissling bei den Gemeinderatswahlen von Neuendorf mit einem argen Denkzettel bedacht.

Neuendorfs Gemeindepräsident Rolf Kissling (FDP) erhielt mit 172 Leerstimmen so viele leere Stimmen wie sonst kein Kandidat.

In fünf weiteren Thaler und Gäuer Gemeinden wurden gestern Sonntag die Gemeindepräsidenten und teilweise auch deren Stellvertreter gewählt. In folgenden Gemeinden stand jeweils nur ein einziger Kandidat zur Auswahl:

In Neuendorf wurde der bisherige Gemeindepräsident, Rolf Kissling von der FDP, zwar mit 248 Stimmen gewählt. Gleichzeitig erhielt er aber auch 172 Leerstimmen. «Dies hat vermutlich mit der angespannten Situation in der Gemeindeverwaltung und mit der Steuererhöhung zu tun», mutmasst Rolf Kissling, der laut eigener Aussage mit den Leerstimmen gerechnet hat. «Ich hoffe, dass ich jene Neuendörfer, die ihren Wahlzettel leer abgegeben haben, mit den strukturellen Veränderungen, die derzeit in der Verwaltung vonstattengehen, doch noch überzeugen kann.» Diese 172 leeren Zettel können als Denkzettel für Kissling angesehen werden, hat er doch auch das Absolute Mehr um bloss 37 Stimmen nicht verpasst. Dieses lag bei 211 Stimmen. Insgesamt betrug die Wahlbeteiligung 28,3 Prozent. Insgesamt haben 422 Neuendörfer ihre Stimme abgegeben, davon ungültig waren deren zwei.

In Härkingen wurde CVP-Kandidat Daniel Nützi deutlich in seinem Amt bestätigt: Er erhielt 328 Stimmen, das Absolute Mehr betrug 182 Stimmen. Eingegangen sind 374 Wahlzettel, 35 davon waren leer und elf ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 35 Prozent.
In Härkingen wurde neben dem Präsidenten zudem sein Stellvertreter gewählt. Auch André Grolimund, welcher der Freien Liste angehört, schaffte seine Wiederwahl problemlos: Er erzielte 312 Stimmen, gereicht hätten ihm 172. Die Wahlbeteiligung bei der Wahl des Vizepräsidenten liegt etwas tiefer, als bei jener des Präsidenten: 33,11 Prozent. Insgesamt eingegangen sind 355 Stimmzettel, davon waren 32 leer und wiederum 11 ungültig.

Leere Zettel in Oberbuchsiten

Oberbuchsitens Gemeindepräsident heisst auch in Zukunft Daniel Lederer. Der FDP-Kandidat wurde von 210 Stimmberechtigten gewählt. Das Absolute Mehr lag bei 146 Stimmen. Eingegangen sind 293 Wahlzettel. Auch hier fällt auf, dass Lederer viele Leerstimmen erhalten hat. Es sind deren 81. Zwei waren ungültig, 21,5 Prozent betrug die Wahlbeteiligung.
Sein Vize, Jonas Motschi von der CVP, wurde ebenfalls wiedergewählt. Dies mit 221 Stimmen. Damit erhielt er mehr Stimmen als sein Präsident. Das Absolute Mehr lag bei 153 Stimmen, die Wahlbeteiligung bezifferte sich auf 22,4 Prozent. Total eingetroffen sind 305 Stimmzettel, 83 davon waren leer und einer ungültig.

In Matzendorf schaffte der parteilose Marcel Allemann seine Wiederwahl ebenfalls mühelos. Er erhielt 247 Stimmen, gereicht hätten ihm deren 132. Abgegeben wurden 264 Wahlzettel, davon waren 16 leer und einer ungültig. Die Wahlbeteiligung belief sich auf 26,3 Prozent. In Herbetswil wurde Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt in seinem Amt bestätigt. Der CVP-Kandidat erhielt 116 Stimmen, das Absolute Mehr lag bei 66 Stimmen. Eingegangen sind 131 Stimmzettel. Davon waren 14 leer und einer ungültig. Die Stimmbeteiligung in Herbetswil lag bei 32,5 Prozent.

Ebenfalls am Sonntag ging die Wahl des Herbetswiler Gemeindeschreibers über die Bühne. Allerdings müsste es vielmehr Gemeindeschreiberin heissen, hat doch Daniela Allemann-Fluri ihr Amt erfolgreich verteidigt. Sie erhielt 118 Stimmen. Total eingetroffen waren deren 130. Leer waren 11, ungültig einer. Damit beträgt die Stimmbeteiligung 32,5 Prozent. Das Absolute Mehr belief sich auf 66 Stimmen.

Bereits in stiller Wahl zum Gemeindepräsidenten gekürt wurde in Holderbank Urs Hubler von Pro Holderbank.

Die gewählten Gemeindepräsidenten im Thal-Gäu zum Durchklicken

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