Aedermannsdorf
Dem Publikum ein musikalisches Feuerwerk geboten

Die «Konkordia» Aedermannsdorf und der «Advent-Chor» wussten bei ihrem Konzert zu überzeugen.

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Die «Konkordia» spielte in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrkirche zur Höchstform auf.

Die «Konkordia» spielte in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrkirche zur Höchstform auf.

Mehr als 400 Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten am Sonntag in der übervollen Kirche von Aedermannsdorf den filigranen Auftaktklängen von «Hochzeit des Figaro», der Ouvertüre zur gleichnamigen Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Schon dieses erste Werk zeigte, wie schnell, dynamisch ausgeprägt und präzis die Band spielen kann.

Einen ersten Kontrast bot die Arie «Nessun Dorma» aus der Oper Turandot von Giacomo Puccini. Sie wurde vom Principal-Cornetisten Benjamin Meister höchst emotional und wunderschön interpretiert. Sein auswendig gespielter Vortrag liess das staunende Publikum die Liebesgeschichte zwischen Prinz Kalaf und der Prinzessin Turandot vor über 3000 Jahren wahrhaftig nachempfinden.

Mit Cornets und Posaunen

Als Abschluss des ersten Konzertteils ertönte der «Grand March from AIDA» aus der Feder Giuseppe Verdis, arrangiert vom Dirigenten Bernhard Wüthrich selber. Das bekannte Werk, welches zur Eröffnung des Suezkanals komponiert wurde, entführte die Konzertbesucher nach Ägypten. Den Part der eigens für diese Oper entwickelten Aida-Trompeten übernahmen die Cornets und Posaunen der «Konkordia».

Ein Novum in der bereits 34-jährigen Adventskonzertgeschichte bildeten drei gemeinsame Vorträge des Advent-Chors zusammen mit einem Ensemble der Konkordia. Diese Kombination verlieh insbesondere dem ersten Stück «Gloria in excelsis Deo» von Antonio Vivaldi viel Ausdruckskraft. Auch in «Die Könige» von Peter Cornelius wurde der mystisch-schöne Gesang des Chors durch das Ensemble optimal unterstrichen.

Der neue Chorsound kam an

Weil die langjährigen Dirigenten Fredy Aeschlimann und Alex Schütz das Projekt Advent-Chor aus zeitlichen Gründen nicht mehr realisieren konnten, stand der Chor dieses Jahr unter der kompetenten Leitung von Susanne Tadge-Schelhorn, der Dirigentin des Gemischtenchors Matzendorf, welcher das Sängercorps komplettierte. Der daraus entstandene neue Chorsound begeisterte das Publikum.

«The Little Drummer Boy» lautete die nächste Darbietung. Joel Müller übernahm den Part des kleinen Trommeljungen und der Chor sang mit viel Ausdruck.

Der Abschluss bildete das traditionelle «We wish you a merry Christmas», dessen Wurzeln ins 16. Jahrhundert zurückreichen, wie Heidi Hertig-Käsermann das Publikum in ihrer Ansage wissen liess. Nochmals begleitet vom «Konkordia»-Ensemble strahlte der Chor hier besondere Singfreude aus, und riss das Publikum richtiggehend mit. Die nicht minder schwungvolle afrikanische Zugabe «Sing Noël» rundete das erfrischend-schöne Konzert des Advent-Chors ab.

Standing Ovation

Eine Ouvertüre der etwas besonderen Art war «Christmas Overture» von Kentaro Sato im zweiten Konzertteil der «Konkordia». Wie der Dirigent selber erklärte, entdeckte er sie diesen Sommer auf Youtube und arrangierte sie kurzerhand für Brass Band-Besetzung. Den Schluss- und Höhepunkt des Konzertes bildete der Walzer «An der schönen blauen Donau» von Johann Strauss, bestens bekannt aus dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Die «Konkordia» spielte mit viel Hingabe und Musikalität, was mit tosendem Applaus und einer Standing Ovation vom Publikum belohnt wurde.

Mit der getragenen Zugabe «Lady Stewart’s Air» fand die «Konkordia» zurück zur Adventszeit und nach dem gemeinsam gesungenen «Stille Nacht, heilige Nacht» verliess das Publikum sichtlich gerührt vom eben erlebten Konzert die Aedermannsdörfer Kirche. (MME)

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