AKW Gösgen

Defekter Generator des AKW Gösgen soll vor Ort repariert werden

Der neue Siemens-Generator (im orangefarbenen Gehäuse) während der Einbauarbeiten (Aufnahme vom 29. Mai).

Der neue Siemens-Generator (im orangefarbenen Gehäuse) während der Einbauarbeiten (Aufnahme vom 29. Mai).

Der schadhafte Rotor, der letzte Woche das Wiederanfahren des AKW Gösgen verhindert hatte, ist ausgebaut worden. Dabei zeigte sich: Die Oberflächenbeschichtung hatte sich an einigen Stellen gelöst. Repariert werden soll er soweit als möglich vor Ort.

Derzeit werde der Rotor weiter zerlegt, teilte das AKW Gösgen am Dienstag mit. Mit der Zerlegung will man einen besseren Zugang zu den Kühlkanälen im Inneren schaffen, damit die abgeplatzten Farbreste geborgen werden können.

Wenn dies gelingt, ist es laut der Herstellerfirma Siemens möglich, den defekten Rotor vor Ort zu reparieren. Andernfalls muss der 100 Tonnen schwere Generatorläufer zurück ins Herstellerwerk nach Mülheim an der Ruhr transportiert werden.

Der Entscheid, wo die Reparatur stattfindet, wird in den nächsten Tagen getroffen. Erst dann können die Verantwortlichen des AKW Gösgen die notwendige Reparaturzeit abschätzen.

Das AKW Gösgen hätte letzte Woche nach der bisher umfangreichsten Jahresrevision wieder ans Netz gehen sollen. Während der zweimonatigen Revisionsarbeiten wurde unter anderem die Turbogeneratorengruppe modernisiert. Mit der 180 Millionen Franken teuren Aufrüstung soll die Stromproduktion erhöht werden.

Nach der Freigabe durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) war das AKW Gösgen vor einer Woche langsam wieder angefahren worden. Wegen zu hoher Schwingungen am Rotor des Generators wurde die Anlage noch am gleichen Tag wieder vom Netz genommen.

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