Wolfwil
«De machsch eifach»: Ulrich Nützi stellt seine Bilder aus

Der Wolfwiler Ulrich Nützi malte in 9 Monate 40 Bilder. Die Bilder sind ab dem 14. April im Restaurant Grossweier in Schwarzhäusern zusehen.

Erwin von Arb
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Ulrich Nützi malte 40 Bilder in 9 Monaten. Nun stellt er sie aus.

Ulrich Nützi malte 40 Bilder in 9 Monaten. Nun stellt er sie aus.

(PHIL)

Im Moment macht Ulrich Nützi eine Malpause. Aber: «Du musst nur etwas sehen, das dich fasziniert, ein Motiv in der Natur etwa, und schon geht es wieder los», so der Wolfwiler, «de machsch eifach». So wie im Mai 2017, als Nützi, frisch (früh-)pensioniert, den Pinsel zur Hand nahm und erst neun Monate später eine Schaffenspause einlegte.

Ausstellung von Ulrich Nützi

Ab dem 14. April sind die Bilder von Ulrich Nützi im Restaurant Grossweier, Schwarzhäusern (Mittwoch und Donnerstag Ruhetag) zu sehen.

40 Bilder (Öl auf Leinwand) sind entstanden, Landschaften und Abstrakt. 37 davon sind ab dem 14. April im Restaurant Grossweier in Schwarzhäusern, zu sehen. Dazu zeigt Nützi elf Porträts aus dem Familien- und Bekanntenkreis.

Vor der jüngsten Phase intensiver Malerei hatte Ulrich Nützi lange Jahre «nichts mehr gemacht», wie er sagt. Seine letzte und bisher einzige Präsentation geht auf das Jahr 1990 zurück, als er in der «Eintracht» ausstellte.

Als «van Nützi» wurde er damals in den Medien betitelt in Anlehnung an Vincent van Gogh, der auf den 62-jährigen Wolfwiler eine besondere Faszination ausübt. Sogar die «Schweizer Familie» berichtete und schoss Bilder von ihm in der familieneigenen Metzgerei, die er von 1979 bis 1994 führte. Nützi kennt van Goghs Lebensgeschichte, den Hintergrund eines grossen Teils der rund 800 Werke und den Briefwechsel mit dem Bruder. 27 von van Goghs Bildern hat Nützi selber gemalt.

«Ich habe schon immer gern gezeichnet und gemalt», erklärt Ulrich Nützi. Nun hat er in seinem Daheim, das den älteren Wolfwiler Semestern noch als Kiosk bekannt ist, den ehemaligen Verkaufsraum zum kleinen, schmucken Atelier umfunktioniert.

Es sieht deshalb nicht so aus, dass nach der Ausstellung im «Grossweier» abermals eine lange Malpause folgen könnte. Momentan experimentiert Nützi mit Tonskulpturen, aber die nächsten Bilder werden kaum lange auf sich warten lassen. Er sprüht nur so vor Energie und wird zweifellos bald wieder «etwas sehen», dann geht es wieder los: «De machsch eifach.» (phil)

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