Wie Pilze schiessen derzeit Wohnüberbauungen für «Wohnen im Alter» aus dem Boden. Die Kombination aus gemeinsamen Wohnen und Pflege an einem Ort scheint denn auch die Bevölkerung in Wolfwil zu interessieren, anders ist der gut gefüllte Saal des Restaurants Eintracht am Freitagabend nicht zu erklären.

Gleich 50 Leute fanden den Weg an die Infoveranstaltung. «Ein Zeichen dafür, dass wir auf einem guten Weg sind», sagt alt Ständerat und Investor Rolf Büttiker.

«Vertraute, geliebte Umgebung»

Wolfspark, wie denn auch anders, heisst die Überbauung, die die Lücke an Wohnungen für Senioren im Dorf schliessen will. Das Ziel dabei sei es, dass Seniorinnen und Senioren weiterhin aktiv am Dorfgeschehen teilnehmen können, auch wenn das Eigenheim nicht mehr tragbar sei.

Die insgesamt 15 Wohnungen, aufgeteilt in zwei Wohnhäuser mit acht beziehungsweise sieben Wohnungen, werden mitten im Dorf angesiedelt sein. Der Ansatz dabei ist, dass alle wichtigen Orte des täglichen Lebens zu Fuss zu erreichen sind.

Etwas Seniorengerechtes

«Wir wollten etwas machen, das auch wirklich seniorengerecht ist», so Büttiker. Dazu sieht die Wolfspark AG als Betreiberin zusätzliche Dienstleistungen vor. So soll das Büro der Wolfspark AG direkt im Haus integriert werden, und dort soll den Bewohnerinnen und Bewohnern bei den alltäglichen Dingen geholfen werden.

Ein Mehrwert, der die Überbauung an der Vorderen Gasse in Wolfwil von anderen Projekten durchaus abheben soll. Denn: «Wir wollen das Wort ‹Seniorenwohnen› mit Inhalt füllen», sagt Rolf Büttiker zum Schluss der Infoveranstaltung. Dies zeigt sich auch, dass die Spitex in das Projekt eingebunden wurde.

Bauliche Herausforderungen

Doch was braucht es denn, um eine seniorengerechte Wohnung zu bauen? Zu dieser Frage äusserte sich Christian Meyer vom Architekturbüro Blum und Grossenbacher. Grosszügig werden die Wohnungen, aber auch die gemeinsamen Räume ausgebaut, erklärt er. Dies durchaus bewusst; so kann zum Beispiel der Lift mit einer Sanitätstrage benützt werden, und es hat genügend Platz, um auch mit dem Rollator die Wohnungen zu betreten. «Die Wohnungen können ohne weiteres rollstuhlgängig gemacht werden», so Christian Meyer.

Schwellenlos

Zudem werden die Wohnungen schwellenlos ausgestaltet, um so zum Beispiel den Einstieg in die Dusche bequem zu erleichtern. Auch die Einstellhalle sei eine grosse Qualität des Baus. So werde sichergestellt, dass man trockenen Fusses in die Wohnungen gelangen kann.

Speziell wurde zudem der Gemeinschaftsraum herausgestrichen, in dem gemeinsame Aktivitäten stattfinden können. Die Wohnungen sind voraussichtlich ab Oktober 2017 bezugsbereit.