Härkingen
Das Siegerfohlen kommt aus einem Gäuer Stall

An der Freiberger Fohlenschau der Pferdezuchtgenossenschaft Falkenstein in Härkingen wurden edle Tiere vorgeführt.

Karin Rohrer
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Das Stutfohlen «Lina» von Hansjörg Robert aus Egerkingen erhielt dreimal die Note 8.

Das Stutfohlen «Lina» von Hansjörg Robert aus Egerkingen erhielt dreimal die Note 8.

Karin Rohrer

Die Pferdezuchtgenossenschaft (PZG) Falkenstein kann zu Recht stolz sein auf die Fohlen, die sich am Montagmittag in der Reithalle Härkingen dem Richtergremium vorstellten. 15 Freiberger Youngsters, die nur so vor Lebensfreude strotzten, präsentierten eine überdurchschnittliche Zuchtqualität. Schon das erste Fohlen, welches die schön dekorierte Reithalle betrat, überzeugte die zwei Rasserichter Martin Stegmann und Roland Stadelmann.

Das Jungtier entlockte ihnen einen Notendurchschnitt von über 21 Punkten, was mit dem Einzug in den Rappel belohnt wurde. Die Fohlen wurden neben ihren Müttern vorgeführt, im Schritt und freilaufend im Trab.

Neun Fohlen im Rappel

Einige Halbjährige nutzten die Gelegenheit zu ein paar Bocksprüngen in der grosszügigen Halle oder neckten frech ihre Mütter. Aber wieder am Strick, zeigten sie sich im Rappel von ihrer schönsten Seite. Gleich neun Fohlen waren schliesslich im Rappel zu bewundern und sorgten auch beim zahlreichen Publikum für anerkennenden Applaus. Stutfohlen «Lina», (Abstammung Nielsen) im Besitz von Hansjörg Robert aus Egerkingen, wurde mit den Noten 8,8,8 beurteilt. «Das Fohlen verfügt über sehr viel Charme und Ausstrahlung und uns gefielen vor allem sein hübscher Kopf, der schön geschwungene Hals und die korrekte Oberlinie. Nicht zu vergessen die starke Nachhand mit viel Schub und Raumgriff», erklärten die Richter anerkennend und gratulierten dem Züchter zu diesem prächtigen Fohlen.

Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Mit vielleicht etwas weniger Gangvermögen, aber sehr schön im Freibergertyp stehend und mit guten Sprunggelenken ausgestattet wurde «Lexa» von Judith Uebelhard aus Oberbuchsiten beschrieben. «Lexa» erhielt die Noten 8,8,7 und stammt von «Leon», dem Genossenschaftshengst der Falkensteiner ab. Mit ihrem edlen Kopf ist sie ein kleines Ebenbild ihres bildhübschen Vaters. Sechs Fohlen an der Schau in Härkingen sind Nachkommen von ‹Leon› und fast alle kamen in den Rappel. Der siebenjährige Zuchthengst wird an Promotions-Fahrprüfungen vorgestellt und ist mit seiner aussergewöhnlichen Fuchsfarbe ein richtiger «Eyecatcher», er zieht alle Blicke auf sich.

Mit dieser Ausstrahlung trumpfen auch seine Nachkommen auf und die Experten hatten die Qual der Wahl bei der Rangierung. Präsentierten sich doch gleich mehrere Fohlen mit hervorragenden Qualitäten, sei dies im Bau, Typ oder hinsichtlich der Gangartenqualität. Der dritte Rang ging an «Nagano», gezüchtet von Romi und Felix Lisser aus Oberbipp. Das überaus korrekt gebaute Hengstfohlen beeindruckte vor allem mit seiner wundervollen «Bergaufbewegung», die von den Richtern sehr geschätzt wird. Enormer Ausdruck und viel Schwung aus der Nachhand waren weitere Attribute, welche zu den Noten 8,7,8 führte.

Am Freitag auch in Ramiswil

«Die diesjährigen Fohlenschauen finden wiederum an zwei Schauplätzen statt, nämlich in Härkingen und am 4. September in Ramiswil, wo über 60 Fohlen vorgeführt werden», erklärte der PZG-FalkensteinGeschäftsführer der Stefan Bader. Genossenschaftspräsident Matthias Gygax zeigte sich erfreut über die schön hergerichteten und korrekt präsentierten Fohlen.

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