Mümliswil
Das Schwingfest ist auch ein Fest der Helfer

Neben dem kantonalen Schwingfest in Mümliswil wurde auch zum zweiten Mal ein Jahrgangstreffen durchgeführt.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Im Schwingerrund machten die Kleinen beim Schnupperschwingen erste Bekanntschaft mit dem Sägemehl.

Im Schwingerrund machten die Kleinen beim Schnupperschwingen erste Bekanntschaft mit dem Sägemehl.

Markus Müller

Schon seit Wochen wappnet sich Mümliswil-Ramiswil für die kommenden Festivitäten dieses Sommers. Schwinger und Musikanten aus der Region und dem Kanton werden sich in den kommenden Wochen im Guldental aufhalten, um ihre festlichen Veranstaltungen durchzuführen.

Den Auftakt machten dieses Wochenende die Schwinger mit ihrem Kantonalen Sonntag. Doch schon am Freitag und Samstag wurde auf dem idyllischen Festgelände Kätzlimatt heftig gefeiert. Besonders am Samstagabend als zum zweiten Mal in der Geschichte des Dorfes, ein Jahrgangstreffen durchgeführt wurde. Per Brief wurden schon vor Wochen die Verantwortlichen jedes Mümliswiler Jahrgangs zum Dabeisein aufgefordert. Und es klappte. Gegen vierzig verschiedene Jahrgänge, alles in Mümliswil Aufgewachsene, trafen sich zu gemeinsamem Essen und Abendunterhaltung im Festzelt. Da kam so mancher Heimweh-Mümliswiler wieder mal in Kontakt mit alten Kollegen oder einem ehemaligen Schulschatz. Kein Wunder wurde gefeiert und genossen, was das Festzelt hergab.

Ein eingespieltes Dorf

Doch um solche Festivitäten, die mit dem Kantonalen Schwingfest und damit vielen auswärtigen Gästen erfolgreich durchgeführt werden können, braucht es ein grosses Heer an freiwilligen Helfer. Um hier nur eine Gruppe, neben den vielen anderen die für Sicherheit, Logistik, Bau usw. zuständig sind, hervorzuheben, gab es an diesem Wochenende eine grosse Anzahl von freiwilligen Mümliswiler Kuchenbäcker und Kuchenbäckerinnen.

Zuständig für das Ressort Kuchen und Desserts waren Theres Kamber aus Mümliswil und Tina Obrecht aus Balsthal. «Wir haben es übernommen, für die drei Tage ausreichend Kuchen und Desserts zu organisieren, die dann den Gästen verkauft werden können», erzählt Theres Kamber. Dazu habe man schon einige Wochen vor dem Fest verschiedenste Leute schriftlich gebeten, für das Wochenende Kuchen, Torten und andere Desserts zu backen und zu einem Termin ihrer Wahl aufs Festgelände zu bringen», so Theres Kamber weiter. In Mümliswil sei es halt Tradition, dass man zu Dorfanlässen Kuchen backe, und dass so, ohne Gegenleistung zu verlangen, zu dessen Gelingen beigetragen würde. «Da wird nicht lange gefragt, für welchen Verein oder Gruppierung gebacken werden soll.

Die gut sortierte Kuchentheke am Samstagnachmittag.

Die gut sortierte Kuchentheke am Samstagnachmittag.

Markus Müller

Die ganze Sache ist im Dorf eingespielt und wir mussten weder nachtelefonieren noch zusätzliche Personen zum Backen suchen», freut sich Kamber. Damit die süssen Köstlichkeiten dann aber frisch und gluschtig an die Frau oder den Mann kommen, brauchte es schon etwas Koordination. «Für den Freitag benötigten wir 40 Stück, für den Samstag 50 und für den Sonntag 100 Kuchen», erklärt sie weiter. Jedoch war es den Backbegeisterten frei gestellt, welche Art des Desserts sie liefern wollten.

«Da wird nicht lange gefragt, für welchen Verein oder Gruppierung gebacken werden soll.»

- Theres Kamber, Ressort Kuchen und Desserts

So konnte man am Samstagnachmittag vor Festbeginn schon eine gut gefüllte Kuchentheke im Festzelt bestaunen, währenddem das freiwillig arbeitende Servierpersonal instruiert, die Helfer im Schwingerrund auf ihre Aufgaben vorbereitet und der Parkdienst mit den nötigen Hilfsmittel ausstaffiert wurde.