«Mit einem abwechslungsreichen Programm möchten wir mit euch ein paar gemütliche Stunden verbringen», stand in der Einladung zur zweiten CD-Taufe des Schäfer-Chörli Nord-West. Nach dem unterhaltsamen Samstagabend in der Aula Brühl in Mümliswil steht fest: Das ist der Jodlerin und den sechs Jodlern gelungen.

Auffallend war die liebevolle Dekoration, geschaffen von den Frauen der Jodlermänner. Dann hatte das Chörli die «richtigen» Bühnengäste eingeladen: das beliebte Schwyzerörgeliquartett Passwang, das sie auch auf der CD begleitet. Unter ihnen Pädu Hess, dem dauernd lustige Geschichten einfallen, die er theatralisch erzählt. «Mir singe und jutze us Früüd» steht auf der Website des Jodlerklubs Flüehblüemli Kiental.

Diese Freude war in jedem vorgetragenen Lied zu spüren und auf den heiteren Gesichtern zu sehen. Ihr Lieblingskomponist sei Adolf Stähli, verriet Adrian Ryter, der Dirigent des reinen Männerchors, was beim Publikum prima ankam. Einen speziellen Augen- und Ohrenschmaus boten die Schwestern Natascha und Maruschka Monney in ihrer prächtigen Sensler Sonntagstracht. Die jungen Frauen gewannen vor einem Jahr den Kleinen Prix Walo. Die Mitglieder des Schäfer-Chörli waren in aufgeräumter Stimmung, sassen, wenn sie nicht auftraten, ums gemütliche Lagerfeuer.

CD-Taufe mit Musik

Als Paten für ihr zweites Baby hatten sie Vreni und Heinz Oehrli sowie Brigitte und Hansruedi Schär aus Rumisberg engagiert, die dem Kind CD in Versform einen guten Lebensweg wünschten. Selbstverständlich ertönte nach der Taufe das traditionelle Lied «Im Paradies», wo es allerdings nicht nur paradiesisch zugeht, sondern wo auch die Vertreibung aus dem Garten Eden beschrieben wird, danach «Blueme» von Polo Hofer.

Dort heisst es: «D’Lüt plage enand und sie wärche sech z’leid, we me de im Sarg lyt am Läbesänd, drücke si eim no schnäll Blueme i d’Hand». Die Frauen der Jodler stiegen während dieses Liedes auf die Bühne und überreichten ihren Männern und der Sängerin Carmen Fluri eine wunderbare weisse Rose. Stellvertretend für ihre Kolleginnen erklärte Vreni Bloch: «Wir schenken euch Blumen, solange ihr Freude daran haben könnt.»