Balsthal
Das «Rössli» verbindet Geschichte und Moderne trefflich

Für das «Rössli» in Balsthal bricht eine neue Ära an. Die Zeiten des klassischen Gasthofs sind vorbei. Es gibt kein Restaurant mehr, das Haus dient von jetzt an als Hotel und für Seminare

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Das Wirtshausschild wurde belassen und restauriert, die Beschriftung hingegen der Aktualität angepasst.

Das Wirtshausschild wurde belassen und restauriert, die Beschriftung hingegen der Aktualität angepasst.

Alois Winiger

Die Baugerüste sind weg, das «Rössli» in Balsthal erstrahlt wieder. Augenfällig ist das geglückte, kombinierte Erscheinungsbild von Historie und Moderne: Das alte Wirtshausschild wurde renoviert, der Schriftzug aber ist neu und deutet zugleich an, was sich inwendig verändert hat. Die Zeiten des klassischen Gasthofs sind vorbei. Es gibt kein Restaurant mehr, das Haus dient als Hotel und für Seminare. Geblieben ist der «Rössli»-Saal, jetzt jedoch aufgerüstet mit neuer Bühneninfrastruktur.

Teil einer Trilogie

«Rössli», «Kornhaus» und «Kreuz» prägen als Gruppe den Dorfkern und bilden das Hotel Balsthal. Der gebürtige Balsthaler Walter Heutschi hat die Häuser 2010 erworben mit dem Ziel, sie zu erhalten und den Betrieb zu sichern. «Kornhaus» und «Rössli» sind nun renoviert, jetzt ist das «Kreuz» an der Reihe.

Das «Rössli» gilt als das geschichtsträchtigste Gasthaus des Kantons. Darin wurden Gerichtsverhandlungen geführt und Politik gemacht. Am 22. Dezember 1830 forderte der nachmalige Bundesrat Josef Munzinger von der «Rössli»-Treppe aus: «Die Souveränität des Volkes soll ohne Rückhalt ausgesprochen werden.» Das Ereignis wird als Geburtsstunde der freisinnig-demokratischen Partei des Kantons Solothurn bezeichnet. (wak)

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