Niederbuchsiten
«Das Problem Stumpenrainweg ist akut, wir müssen handeln»

In den Morgen- und Abendstunden herrscht auf dem Schlweichweg über die Allmend Verkehr vor wie auf der Hauptstrasse. Die Gemeinde will den Weg deshalb nun mit einem Fahrverbot belegen.

Erwin von Arb
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Der Stumpenrainweg auf Neuendörfer Boden

Der Stumpenrainweg auf Neuendörfer Boden

HR.Aeschbacher

Auf dem nur gerade 3,5 Meter breiten Stumperainweg zwischen Niederbuchsiten und Neuendorf herrscht am frühen Morgen und in den Abendstunden Verkehr wie auf einer Hauptstrasse. Verursacht wird dieser rege Verkehrsfluss auf der asphaltierten Flurstrasse vornehmlich von Fahrzeugen, welche aus dem Oberaargau kommend via Schweissacker und Allmendstasse ins Gäu und zurück fahren.

«Die ersten Autofahrer, die wohl in einem der beiden Postzentren in Härkingen arbeiten, fahren bereits ab 4 Uhr morgens mit teils hohem Tempo durch die Allmendstrasse in Richtung Neuendorf», meint Gemeindepräsident Markus Zeltner zur aktuellen Situation. «Das ist nicht nur gefährlich, sondern verursacht auch Lärm», so der Gemeindepräsident.

Anwohner hätten sich in letzter Zeit vermehrt darüber beschwert und Massnahmen verlangt. Zu Recht, wie Markus Zeltner und der Gemeinderat finden, denn in den letzten vier Jahren habe der Verkehr auf dieser Achse kontinuierlich zugenommen. Sogar Lastwagen würden sich gelegentlich durch die schmale Strasse zwängen, obwohl dies eigentlich klar verboten und entsprechend beschildert sei. «Auf dieser Strecke ist alles möglich», bemerkt Zeltner.

Mit der sich stetig verschärfenden Situation will sich der Gemeinderat aber nicht abfinden. «Das Problem in der Allmend ist derat akut, dass wir handeln müssen», unterstreicht Zeltner. Oberstes Ziel sei, den Verkehr von der Allmend fernzuhalten. Als einzig wirksame Massnahme erachtet der Gemeinderat die Einrichtung eines Fahrverbotes ab dem Knoten Wolfwilerstrasse-Allmendstrasse sowie in der Verlängerung des Stumpenrainweges.

Allerdings kann Niederbuchsiten diesen Flurweg nur bis an die Gemeindegrenze von Neuendorf mit einem Fahrverbot belegen, was bereits beschlossene Sache sei, wie Zeltner bemerkt. «Es wäre natürlich die beste Lösung, wenn Neuendorf mitziehen würde». Die Antwort vom Neuendörfer Gemeinderat stehe aber noch aus.

«Wir haben Verständnis für die schwierige Situation, in der sich unsere Nachbargemeinde befindet, auch wenn wir in Bezug auf das Verkehrsaufkommen am Stumpenrainweg bisher kaum Klagen zu verzeichnen hatten», erklärt Neuendorf Gemeindepräsident Paul Stöckli. Im Gemeinderat sei dieses Geschäft bereits eingehend beraten worden. «Ich denke», so Stöckli, «dass wir eine gemeinsame Lösung finden werden».

Erfreut auf die Ankündigung des Gemeindepräsidenten reagiert Markus von Arb, dessen Liegenschaft auf der Neuendörfer Seite am Stumpenrainweg liegt. «Ich habe mich zwar bislang nicht offiziell beschwert, würde es aber sehr begrüssen, wenn wir künftig nicht jeden Tag um 4 Uhr morgens durch die an unserem Haus vorbeirasenden Autos aus dem Schlaf gerissen werden», sagt der selbstständige Ofenbauer und Plattenleger.

Auch Philipp Kissling, wohnhaft an der Allmendstrasse in Niederbuchsiten, nimmt die Ansage des örtlichen Gemeinderates mit Erleichterung zur Kenntnis. «Die Strasse ist wirklich stark befahren und es wird teilweise sehr schnell gefahren», bestätigt der Vater von zwei Töchtern im Alter von 2 und 5 Jahren. Die Ältere gehe seit Anfang Woche in den Kindergarten und müsse auf dem Weg dorthin rund 50 Meter auf der Allendstrasse gehen. Das Risiko, dass etwas passieren könnte, empfindet der 40-Jährige als hoch. «Gut, dass der Gemeinderat zur Entschärfung der Situation ein Fahrverbot ins Auge fasst», findet Kissling.

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