Das um rund 150 000 Franken bessere Ergebnis der Einwohnergemeinde Härkingen ist vor allem auf die Mehreinnahmen bei den Steuern juristischer Personen zurückzuführen. Negativ zu Buch schlagen indessen aber auch diverse Mindereinnahmen sowie Mehraufwände.

HRM2 als Leitfaden

Ab dem Rechnungsjahr 2016 wurde die Gemeinderechnung nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2 geführt. Die Änderungen sind bei den neuen Kontonummern sowie der neuen Anlagebuchhaltung zu finden. Die Abschreibungen der Investitionen wurden neu linear über die Lebensdauer der einzelnen Objekte vorgenommen und das alte Verwaltungsvermögen wird innert den nächsten zehn Jahren abgeschrieben.

Ebenfalls wurden per 1. Januar des letzten Jahres die Liegenschaften des Finanzvermögens neu bewertet. Daraus resultiert eine Neubewertungsreserve von 113'136 Franken.

Neuer Finanzausgleich belastet

Ab dem Jahr 2016 kommt auch der neue Finanzausgleich zu tragen. Dies bedeutet für Härkingen gegenüber der Rechnung 2015 eine Mehrbelastung von 266'676,50 Franken.
Der Aufwandüberschuss wird mit dem Eigenkapital gedeckt. Per 31. Dezember 2016 reduziert sich somit das Eigenkapital auf rund 5,782 Mio. Franken.

Die Investitionsrechnung weist eine Nettoinvestitionszunahme von 620'759,50 Franken aus. Budgetiert war eine Nettoinvestitionszunahme von 569'500 Franken.

Folgende Kredite wurden unter anderem noch nicht abgeschlossen und werden im Jahr 2017 als Verpflichtungskredite weitergeführt: Langsamverkehrsmassnahmen/Umgestaltung Ortsdurchfahrt, Strassenbeleuchtung Hauptgasse, Ausbau und Sanierung Nesslergraben West.
Der Kredit Sanierung Trainingsplatz Sportanlage Aesch wurde mit einer Kreditunterschreitung von 124'985 Franken abgeschlossen.

Die Spezialfinanzierung Abwasserentsorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 162'083,35 Franken ab. Budgetiert war lediglich ein Ertragsüberschuss von 19'591 Franken.
Zu diesem Ergebnis führte die Rückerstattungen der ARA Gäu von 41'224,45 Franken infolge Nachkalkulation der Rechnungen 2013 und 2014 sowie die Rückerstattung von 33'354,40 Franken aus dem Guthaben der Rechnung 2015. Ebenso führten die Mehreinnahmen aus der Investitionsrechnung (Kanalisationsanschlussgebühren) von 79'148,70 Franken zu diesem Ertragsüberschuss.

Der Ertragsüberschuss aus der Investitionsrechnung wird in den Werterhalt IR-Überschuss eingelegt. Dieser muss für Abschreibungen von zukünftigen Investitionen verwendet werden. Der restliche Ertragsüberschuss von 82'934,65 Franken wird dem Eigenkapital der Abwasserbeseitigung zugeführt.

Die Abfallbeseitigung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1683,80 Franken ab. Budgetiert dagegen war ein Aufwandüberschuss von 3963 Franken. Zu diesem Ergebnis führten diverse kleinere Budgetabweichungen. Der Ertragsüberschuss wird in das Eigenkapital der Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung übertragen.

Per 31. Dezember 2016 beträgt das Nettovermögen 3301 Franken je Einwohner (Vorjahr 3500 Franken).

Der Gemeinderat hat den Rechnungsabschluss 2016 zu Kenntnis genommen und diesen zuhanden der Gemeindeversammlung vom 6. Juni 2017 verabschiedet.