Das FeelGood-Open-Air-Festival auf dem Mösli in Niedergösgen war einmal mehr ein Erfolg. Rund 5000 verkaufte Tickets konnten verbucht werden. Die Veranstalter zeigen sich mehr als zufrieden. «Das Wetter traumhaft, gelungene Konzerte, erfolgreicher Ticketverkauf, tolle Stimmung, keine Zwischenfälle», so ein glücklicher OK-Präsident Andreas «Resu» Widmer. «Die Stimmung beim Patent-Ochsner-Konzert war wunderbar, ein absolutes Highlight», schwärmt auch Medienverantwortlicher Roger Brunner.

«Natürlich wären grosse Acts wie Gotthard oder Stress super», sinniert Widmer. «Doch diese würden automatisch die Ticketpreise in die Höhe treiben, das wollen wir nicht.» Denn die moderaten Preise, die gerade auch Familien einen Festivalbesuch erlauben, sind ein Schlüssel zum Erfolg des FeelGood-Festivals.

Wer auf dem Gelände nach dem Reiz des Festivals fragt, hört durchgehend dasselbe: «familiär», «gemütlich», «locker» und «gute Preise». Diese sind auch möglich, weil die vielen Helfer alle ehrenamtlich arbeiten. Ihnen windet «Resu» Widmer ein Kränzchen. «Was unsere Helfer leisten, ist unglaublich. Ohne sie wäre das Festival undenkbar.»

Regionales Publikum

Viele Besucher sind aus der Umgebung; das Open Air ist quasi eine «Mischung aus Dorffest und Musikfestival», wie Widmer es nennt. So sitzt zum Beispiel Giuseppina Sieber aus Niedergösgen etwas abseits und geniesst das Geschehen aus der Ferne. In den Pausen löst sie Kreuzworträtsel, «damit wird es mir nie langweilig», schmunzelt sie. Sie ist 73 und kommt jedes Jahr. «Es ist so schön hier, man kennt die Leute und die Musik ist gut. Ich höre alles gerne, auch, was die Jungen heute machen.»

Familie Zurlinden aus Gretzenbach mit Sohn Yannik (12) und Patenkind Dilan (11) schätzt die familiäre Atmosphäre besonders. Sie sind Stammgäste des Festivals. «Früher mussten wir natürlich um Punkt zwölf Uhr hier stehen, um Christian Schenker nicht zu verpassen», lacht der Vater. «Jetzt, wo die Kinder aus dem Alter raus sind, können wir es etwas lockerer nehmen.»

Schweizer Bands

Musikalisch setzt man auf Schweizer Musik; einen Mix aus bekannten Namen und hoffnungsvollen Newcomern. Am Freitag ist dem OK dieses Jahr ein Coup gelungen. Müslüm, Knackeboul, Stiller Has und Patent Ochsner am selben Abend auf einer Bühne – eine Glanzleistung.

Der Samstag ist jeweils für die ganze Familie. Christian Schenker, Liebling der Kinder, gehört fast schon zum «Inventar» des FeelGood-Open-Air-Festivals. Mit der Schülerband Scratch off und Rawcut aus Aarau erhielt der regionale Nachwuchs eine Plattform. Eine Erwähnung wert sind auch Rude Tins. Die Brugger machten derart eigenen Sound, dass sie sich gar ein eigenes Genre schaffen mussten. Ihr mitreissender «Brass-Punk-Rock» liess das Publikum tanzen.

Der Abend wurde von der Luzerner Band Hecht eröffnet. Eingängige Songs wie «See Springe» oder «Tanze Tanze» begeistern das Publikum. Spätestens beim ersten Ton von Dada-Ante-Portas-Frontmann Pee Wirz hatte sich dann auch der letzte Festivalbesucher aus dem Zelt geschält und unter die Menge gemischt. Nach einer Pause mit neuem Album unterwegs, überzeugte die Band mit grosser Spielfreude.

Eigentlich konnte die Stimmung gar nicht mehr besser werden. Doch dann betrat Baschi die Bühne. Der Held aller Teenager brachte die Zuhörer endgültig zum Kochen. Ausklingen lassen konnten die Besucher das Festival zum Schluss mit DJane und Ex-Miss Schweiz Mahara Mckay.