Balsthal
Das Oboen-Konzert wurde zum Hit

Die Musikgesellschaft Konkordia und die Young Harmonists boten in Balsthal ein reichhaltiges Konzert.

Rudolf Schnyder
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Die «Konkordia» präsentiert sich auf der Bühne als gut besetztes Blasorchester.

Die «Konkordia» präsentiert sich auf der Bühne als gut besetztes Blasorchester.

Remo Fröhlicher

Schon die Eröffnung des Frühlingskonzerts der «Konkordia» durch die Young Harmonists Balsthal, der imposanten Nachwuchsformation mit 56 Jugendlichen, war vielversprechend. Seit über einem Jahrzehnt führt der musikalische Leiter Andreas Kamber dieses Jugendblasorchester von Erfolg zu Erfolg. Zum Auftakt spielten die Young Harmonists rassig und schmissig den Marsch «Harmonists for ever» von Fritz Rickli. Nachdem die «Young Harmonists» im April 2014 mit dem Hermann-Gehrig-Zahnd-Stiftungspreis ausgezeichnet wurden, gaben sie beim Komponisten Fritz Rickli einen Marsch in Auftrag.

Nächste Herausforderung wartet

Bei «Swiss Mountain Village» von Mario Bürki, einer Komposition, die musikalisch das Walliser Bergdörfchen Törbel beschreibt, war auch Glockengebimmel von einer Kuhweide herauszuhören. Ein Highlight war «Skyfall», die Titelmelodie des gleichnamigen James-Bond-Films, wobei das Keyboard und das Althorn-Register solistisch herausstachen. Als eine sehr eingängige Melodie erwies sich «Hey, hey, hey» von Jacob de Haan. Auch die Zugabe war ein Knaller, nämlich die fetzig gespielten «Blues Brothers Greatest Hits». Die von der neuen Präsidentin Sabine Birkle geführten Young Harmonists nehmen am 30. Mai 2015 als nächste Herausforderung am Jugendblasmusikpreis Dreiländereck in Füllinsdorf BL teil.

Was mit «Due Solisti» gemeint ist

Das Konzertprogramm der Musikgesellschaft Konkordia unter der Leitung von Hans Burkhalter (Zuchwil) war dieses Jahr mit «Due Solisti» betitelt. Eröffnet wurde das Programm mit «Festival Prelude» von Alfred Reed. Mit dem Jugendmusiktag und den Regional-Musiktagen im Juni in Balsthal mit der «Konkordia» als Organisator und 1500 Teilnehmenden findet bald ein grosses, musikalisches Festival statt, deshalb passte dieses Stück perfekt.

Walter Grob (Wangen bei Olten) studierte Schlagzeug-Lehrer in Olten und Paris und Vibrafon Vierschlegel-Technik. Es folgten Weiterbildungen an der Jazzschule Basel und Marimbaphon-Meisterkurse. Er ist Gründer und Leiter verschiedener Perkussions-Ensembles sowie Bandleader von «Crossbeat». In Balsthal ist er als Musiklehrer an der Musikschule tätig. Als Solist spielte er am Konzert virtuos und mit scheinbarer Leichtigkeit den vierten Satz «Abschied» aus dem Marimba-Konzert des brasilianischen Komponisten Rosauro Ney auf dem speziellen Instrument Marimbaphon, einem überdimensionierten Xylophon mit sehr weichem Klang, dezent begleitet von der Konkordia.

Bei «Celtic Crest» des ehemaligen schweizerischen Militärspiel-Leiters Christoph Walter wurde das Publikum in die Welt des Military Tattoos von Basel entführt. Jessica Schindelholz (Welschenrohr) führte mit viel Thaler Charme, fachkundig, natürlich und mit gut verständlicher Sprache durch das Konzertprogramm.

Rockmusik und Filmmusik

Auch Rockmusik gehört ins Repertoire der Konkordia Balsthal. «Bei «Ruby Tuesday» von Mick Jagger/Keith Richards wurde wie im Original auch eine Piccolo-Trompete eingesetzt, gespielt von Roman Joller. Das «Oboen-Konzert» von Vincenzo Bellini avancierte beim begeisterten Publikum zum absoluten Hit des Abends. Solistin Sandra Barbezat (Neuenburg), mit Lehrdiplom für Cembalo, Studien für Oboe in Bern und Basel, Absolventin verschiedener Meisterkurse, Titularin des Ensemble Symphonique de Neuchâtel und Lehrerin an der Musikschule Balsthal, zog das Publikum mit dem sehr reinen Spiel und dem warmen Ton der Oboe in ihren Bann.

Tosender Applaus als Dank

Ruhig und sanft erklang «Feelings», Solistin Linda Jäggi brillierte mit ihrem Spiel auf der Trompete. Abgeschlossen wurde das Konzert mit einem Querschnitt des Musik- und Tanzfilms «Flashdance». Das Publikum spendete tosenden Applaus und es folgten als Zugaben «The Rose» von Amanda Mc Broom, «How tot rain your Dragon» von John Powell sowie als obligater Schlusspunkt der Solothurner Marsch von Stephan Jaeggi.

Präsident Ruedi Berger dankte dem Publikum, den Spendern der Stücke, den Ehrenmitgliedern und Delegationen von Vereinen und dem musikalischen Leiter Hans Burkhalter für die kompetente Vorbereitung auf dieses Konzert in angenehmer und kameradschaftlicher Atmosphäre. Besonders geehrt wurde Ruedi von Burg, neuer Vereinsveteran, für 25 Jahre aktives Musizieren.