«Der Wunsch nach einem amtlichen Informationsorgan stammt vom Gemeinderat um Präsident Thomas Müller. «Dieser bemängelte nämlich, dass er bis anhin nur via Gemeindeversammlung und Internetseite mit der Dorfbevölkerung kommunizieren konnte», erklärt Thomas Maritz, Chefredaktor des Lostorfer «3Rosenblattes». Diesem Wunsch folgte ein Aufruf an die Bevölkerung, sich bei Interesse zu melden. Daraufhin haben sich mehrere Personen, unter ihnen auch Thomas Maritz, gemeldet. Einige Leute wurden auch explizit angefragt, weil sie gewisse Erfahrung in Sachen Dorfmagazinen mitbringen. Wie zum Beispiel Markus Spühler, der beim letzten Mal, als es in Lostorf ein solches Magazin gab, schon Teil der Redaktion war. So fanden sich die aktuell fünf Mitglieder des Redaktionsteams für die erste Ausgabe, die im November erscheint.

«Detaillierte Listen»

Während das Team für die erste Ausgabe ganze fünf Sitzungen brauchte, sind für zukünftige Publikationen nur noch deren zwei vorgesehen. «Wir haben praktisch bei Null angefangen und mussten daher zuerst alle möglichen Eckpunkte festlegen», erläutert Maritz. Das Einzige, was zu Beginn bereits feststand war, dass das Magazin Beiträge der Einwohner-, Bürger- und Kirchgemeinde beinhalten soll. Auch die dorfeigenen Vereine und die Schule sollten nicht zu kurz kommen. Damit das Blatt den Bedürfnissen der Lostorfer Bevölkerung gerecht werden kann, wurden die Einwohner dazu eingeladen, sich darüber Gedanken zu machen, welche Themen sie gerne im «3Rosenblatt» behandelt sähen. «Zum Teil erhielten wir detaillierte Listen mit Vorschlägen», zeigt sich Maritz überrascht. Pro Ausgabe sind nun zwei bis drei Beiträge vorgesehen, in welchen zum Beispiel Vereine porträtiert, historische Themen aufgearbeitet oder interessante Persönlichkeiten belichtet werden können. Bei allen Beiträgen soll darauf geachtet werden, dass Jung und Alt angesprochen werden. Dafür sollen auf der einen Seite vielfältige Beiträge aller Art sorgen. Auf der anderen Seite gibt das Redaktionsteam darauf Acht, dass auch Jugendliche oder Senioren Beiträge verfassen können und so ihre Altersgruppe ansprechen können. Thomas Maritz: «In der Ausgabe vom November 2014 wird zum Beispiel jemand seinen Wechsel von der Oberstufe in die Lehre beschreiben.» Auch die Schule Lostorf kann sich in jeder Ausgabe zu Wort melden. Für die Ausgabe vom August 2015 sei ein grösserer Beitrag über den Schulschluss geplant, meint Maritz, der hauptberuflich als Musiklehrer arbeitet. Auch Teil des Magazins, welches jeweils im April, im August und im Dezember erscheinen wird, werden Zivilstandsnachrichten, Veranstaltungskalender und eine eigene Kolumne sein.

Politisch neutral

Das lokale Gewerbe hat die Möglichkeit, Inserate im «3Rosenblatt» zu schalten. «Uns ist aber wichtig, dass die Werbung in einem gesunden Verhältnis zu den Beiträgen steht», betont Thomas Maritz. Die aktuelle Ausgabe umfasst insgesamt 48 Seiten, wovon sechs Werbeseiten sind.

Die Prioritäten sind ganz klar gesetzt: «Wir wollen aktuelle Beiträge, die die Bevölkerung interessieren», stellt der Chefredaktor klar. Ausserdem wolle man Werbung für das Dorf machen und Lostorf von seiner schönsten Seite zeigen. Deshalb würden kritischere Themen bei Gelegenheit schon auch aufgegriffen, im Vordergrund stünden sie aber nicht.

Ebenfalls nicht Teil des Informationsmagazins sind Parteibeiträge. Ausnahmen werden laut Maritz bei Jubiläen gemacht. «Aber generell sind wir ein politisch neutrales Publikationsmittel», erklärt er. Mit dem Ergebnis der ersten Ausgabe ist Thomas Maritz und seine Kollegen vom Redaktionsteam zufrieden: «Wir haben eher zu viele und sehr umfangreiche Beiträge erhalten», meint er lachend. Dieser Aussage ist also durchaus zu entnehmen, dass die Lostorfer dereinst nicht wieder zwölf Jahre auf ein neues Dorfmagazin warten müssen.

Vernissage und Präsentation «3Rosenblatt»: Freitag, 31.Oktober, um 19 Uhr in der Aula Schulhaus 1912, Lostorf