Mümliswil-Ramiswil
Das Musikschulkonzept wurde angepasst

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Neu wird auch der Musikgrundschulunterricht subventioniert. Bis anhin gingen diese Kosten voll zulasten der Gemeinden.

Neu wird auch der Musikgrundschulunterricht subventioniert. Bis anhin gingen diese Kosten voll zulasten der Gemeinden.

Hansjörg Sahli

Der Gemeinderat Mümliswil-Ramiswil beschäftigte sich mit dem Musikschulkonzept. Seit diesem Jahr gilt eine neue Regelung für die Staatsbeiträge an den Lohn der Musikschullehrkräfte an den freiwilligen kommunalen Musikschulen. Anstelle eines Beitrages pro Schüler, gemessen an Gesamtschülerzahl der Schule, tritt eine indexierte Pauschale nach Musikschülerfachbelegungen. Das neue Modell gilt vorerst für die Dauer von drei Jahren. 2017 wird das Volksschulamt die Erfahrungen auswerten und das definitive Berechnungsmodell ab 2019 vorlegen.

Neu wird auch der Musikgrundschulunterricht subventioniert. Bis anhin gingen diese Kosten voll zulasten der Gemeinden. Monika Probst, die Präsidentin der Musikschulkommission, informierte den Gemeinderat detailliert über die Neuerungen. Sie betonte, dass der Gruppenunterricht durch eine besonders hohe Anzahl von anrechenbaren Fachbelegungen gefördert wird.

Unter dem Strich ergeben sich nicht unerhebliche Minderkosten. Gemäss kantonalen Vorgaben müssen die Elternbeiträge 30 Prozent der Besoldungskosten abdecken. Dies ist der Fall. Somit können die gültigen Elternbeiträge unverändert bleiben. Neu steht aber auch ein 50-minütiger Einzelunterricht zur Verfügung. Auf Antrag der Kommission hat der Rat den Elternbeitrag auf 1040 Franken pro Jahr festgelegt.

Der Rat genehmigte in der Folge das Musikschulkonzept einstimmig. Hingegen konnte der Rat dem Kommissionsantrag, die Löhne der Musiklehrkräfte seien auf das Niveau der kantonalen Richtlinien anzuheben, nicht folgen. Er anerkannte aber, dass dadurch die Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität als Arbeitgeberin leide und befürwortet deshalb eine Erhöhung um die Hälfte der Differenz zu den kantonalen, jedoch nicht verbindlichen Vorgaben.

Im Weitern hat der Gemeinderat ein Darlehen von 1 Mio. Franken durch zwei Kapitalaufnahmen von je 400 000 Franken oder total 800 000 Franken ersetzt. 200 000 Franken können aus Eigenmitteln abgelöst werden. Dies bei einem Zinssatz für 11 Jahre in der Höhe von 0,32 Prozent sowie einem Zinssatz über 12 Jahre in der Höhe von 0,4 Prozent.

Der Gemeinderat hat ferner die Arbeitsgruppe Immobilien reaktiviert, die sich insbesondere mit der «Kätzlimatt» befassen wird und ein Gesuch um Landkauf ab der Schulhausparzelle Ramiswil abgelehnt hat. (kbm)

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