Mümliswil

Das Martinsfest gehört zur Dorfkultur

Der Martini-Märet bildet am Sonntag jeweils den Abschluss des drei Tage dauernden Martinsfestes. Atelier RST

Der Martini-Märet bildet am Sonntag jeweils den Abschluss des drei Tage dauernden Martinsfestes. Atelier RST

Am Freitag beginnt im Guldental die 46. Auflage des dreitägigen Festes. Auch dieses Jahr wird es wieder einige Neuerungen geben. So wird beispielsweise aus der letztjährigen Alphütte wieder das Spagehtti-Stübli.

Wird in Mümliswil der Kirchenpatron am 11. November zelebriert, feiert gleich das ganze Dorf am Martinsfest mit. Dieser Anlass wird an diesem Wochenende bereits zum 46. Mal vom Turnverein KTV St. Martin durchgeführt und bildet einen festen Bestandteil der Gemeindekultur.

Die «Chilbi» wie das Fest auch oft genannt wird, ist geprägt von kontinuierlichen Veränderungen und Anpassungen an die aktuellen Bedürfnisse. So wurde schon öfters der Standort eines Stübli oder das Angebot gewechselt, um einen Anlass zu ermöglichen, der Jung und Alt anspricht.

Auch dieses Jahr gibt es wieder Neuerungen am Fest. Das Spaghetti-Stübli kehrt nach einigen Jahren Abstinenz wieder zurück, und zwar dorthin, wo letztes Jahr noch die Alphütte untergebracht war. Was ebenfalls neu ist, dass in diesem Lokal das Personal von der Musikgesellschaft Konkordia gestellt wird.

«Heute ist es häufig so, dass die Leute an mehreren Orten engagiert sind und keine Zeit mehr haben, überall mithelfen zu können», erklärt KTV-Präsident Urs Ackermann die Zusammenarbeit mit der «Konkordia».

Die Chilbi zu organisieren sei ein grosser Aufwand für jedes einzelne Vereinsmitglied. Das bestätigt auch der OK-Chef Christoph Kohler: «Unsere eigenen Kräfte reichen schon länger nicht mehr aus, wir werden deshalb auch von Familienangehörigen und Freunden tatkräftig unterstützt.»

Rund 120 Personen im Einsatz

Am Sonntag fand jeweils der Martini-Märet statt, welcher vom Gewerbeverein organisiert wurde. Nun hat sich der Gewerbeverein zurückgezogen. «Die Detailhändler konnten jeweils zu wenig verkaufen und dennoch mussten teilweise die Angestellten bezahlt werden», erklärt Kohler die Absage des bisherigen Organisators.

Zudem kollidiere es teilweise auch mit den bald darauf stattfindenden Adventsausstellungen und Weihnachtsmärkten, da nicht alle die Kapazitäten hätten, an mehreren Orten teilzunehmen. Doch davon lässt sich der KTV nicht beirren. Man will daran festhalten und einen Handwerksmarkt aufziehen. Zurzeit seien es rund zwölf Aussteller, die am Markt teilnehmen werden. «Das ‹Martini-Sümmerli› und der Markt locken jeweils noch ein paar Leute ins Dorf», weiss Kohler, der seit bald 20 Jahren im Organisationskomitee und seit sechs Jahren OK-Chef ist.

Intensiv, aber schön. Rund 100 bis 120 Personen leisten vor, während und nach dem Fest in zahlreichen Stunden ihren Einsatz. Vier Tage vor dem ersten Festtag werde mit dem Aufbau begonnen. Einige würden sogar ein paar Ferientage dafür opfern.

Mit Herzblut bei der Sache

Doch die intensive Zeit lohne sich: «Das Fest ist jeweils eine gute Gelegenheit, als ganzer Verein zusammenzukommen und auch die anderen Mitglieder ausserhalb der eigenen Riege zu treffen», weiss Vereinspräsident Ackermann. Zudem sei es schön, etwas für die Mümliswilerinnen und Mümliswiler zu tun.

Für OK-Chef Kohler ist der Anlass ein Stück gelebte Dorfkultur. Und man merkt, dass er mit Herzblut für die «Chilbi» arbeitet. Ohne diesen leidenschaftlichen Einsatz von ihm und den anderen Helfern und Helferinnen wäre solch ein Fest wohl kaum durchführbar.

Festbetrieb: Freitag, 11. 11.: 10.30–03.00 Uhr mit Barbetrieb;Samstag, 12. 11.: 14– 03.00 Uhr mit Barbetrieb, Märlitante im «Ochsen»-Saal 14 und 16 Uhr; Sonntag, 13.11.: 10.30–22 Uhr, Martini-Märet 10 bis 18 Uhr.

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