Schönenwerd
Das leer stehende Bally-Kosthaus wird zum Eventlokal

Schon zwischen 2000 und 2005 war das Bally-Kosthaus ungenutzt. Seit 2011 steht es wieder leer. Nun wird das Haus belebt: Der neue Besitzer, die STPC Hediger & Partner AG, wird das Haus ab November als stilvolle «Eventlocation» benutzen.

Beat Wyttenbach
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Veranstaltungen und Tagungen werden das historische Haus beleben.

Veranstaltungen und Tagungen werden das historische Haus beleben.

zvg

Im Mai 2012 hatte die Rupperswiler Firma STPC Hediger & Partner AG das Kosthaus am Eingang des Bally-Parks in Schönenwerd erworben (wir berichteten). Nun ist klar, was mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude geschehen soll. «Dem wunderschönen Bauwerk wird künftig wieder Leben eingehaucht. Unter dem neuen Namen ‹BallyHouse› dient es ab November als stilvolle Eventlocation», ist einer Medienmitteilung des Unternehmens zu entnehmen.

Gemeinsam mit der Agentur Lifestyle Adventure GmbH, welche bis vor einem Jahr das BallyLab geführt hatte, will die STPC Group 1 Holding AG das Kosthaus als Veranstaltungsort nutzen. Ziel sei «eine langfristige Nutzung mit Events, Tagungen und Aktivitäten», so Geschäftsführer Martin R. Eitelbuss.

Renovationen sind nötig

Das vom Architekten Karl Moser 1919 erbaute Kosthaus, welches den Angestellten der Bally-Belegschaft während Jahrzehnten als soziale Einrichtung diente, soll in den nächsten Wochen einige Renovationsarbeiten erfahren, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. Insbesondere sollen «Bausünden der Vorgänger-Ära» rückgebaut werden.

Die ersten offiziellen Events sollen im November stattfinden. Ein erster Anlass, der im August stattgefunden hat, hätten die STPC Hediger & Partner AG sowie die Agentur Lifestyle Adventure GmbH «ermutigt, diesen Weg zu gehen».

Bally-Park weiterhin zugänglich

Schönenwerds Gemeindepräsident Peter Hodel zeigt sich erfreut über die Umnutzung. Er sei von Eitelbuss bereits informiert worden und habe auch schon den Gemeinderat orientiert. «Ich bin froh, dass das Kosthaus nicht mehr länger dunkel bleibt und nun wieder Leben im Gebäude einkehrt», so Hodel.

Und er ist überzeugt, dass sich Eitelbuss der Geschichte des Hauses bewusst sei. «Es ist auch gut, dass in den Räumlichkeiten Aktivitäten stattfinden, die für den Bally-Park erträglich sind», zeigt er sich überzeugt. Das heisst: Der Park werde weiterhin für jedermann zugänglich sein. «Ich hoffe, dass mit der Rückkehr des Lebens ins Kosthaus eine gewisse Nachhaltigkeit einhergeht», bemerkt der Gemeindepräsident.

Martin R. Eitelbuss seinerseits tönt im Communiqué an, dass er noch viel vorhat mit dem Kosthaus. Bis zum 100-Jahr-Jubiläum 2019 solle «noch einiges passieren». Zurzeit entstünden nämlich erste Entwürfe für einen Gestaltungsplan. «Dieser wird natürlich auf die gesamte räumliche Entwicklungsplanung von Gemeinde und Kanton abgestimmt», verspricht der Geschäftsführer in der Medienmitteilung abschliessend.

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