Referendum
Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» wehrt sich gegen falsche Behauptungen

Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» nimmt die wenig überraschende Referendumsankündigung des gegnerischen Komitees zur Kenntnis. Es verwehrt sich aber mit Nachdruck gegen verschiedene darin enthaltene falsche Behauptungen.

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Das Modell zur Verkehrsanbindung Thal. (Archivbild)

Das Modell zur Verkehrsanbindung Thal. (Archivbild)

zvg

Im Dezember sprach der Kantonsrat einen Kredit von 74 Millionen Franken für die Verkehrsanbindung Thal. Nun hat ein Thaler Komitee das Referendum gegen das Umfahrungsprojekt ergriffen. Das Komitee «Pro Verkehrsanbindung Thal» wehrt sich nun jedoch gegen verschiedene darin enthaltene Behauptungen, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht.

«Für Fabian Müller dürfe offenbar nicht sein, was nicht in sein Weltbild passt», schreibt das Komitee Pro Verkehrsanbindung Thal. Dass er, respektive das von ihm angeführte Komitee, nun das Referendum gegen die Verkehrsanbindung Thal ergreifen wolle, war zu erwarten und sei selbstredend gutes demokratisches Recht. Doch leider werde nicht wahrer, was er behauptet, auch wenn er dies immer und immer wiederholt.

Grosser Widerstand war nicht zu spüren

«So schreibt Müller, der Widerstand aus der Thaler Bevölkerung sei », so das Pro Komitee weiter. Das sei jedoch schlicht falsch: Sämtliche Thaler Gemeinden stehen vorbehaltlos hinter dem Projekt. Freiwillig haben sie zwei Millionen Franken gesprochen, um sich an der Finanzierung zu beteiligen. «An den jeweiligen Gemeindeversammlungen, als die Gelder gesprochen wurden, war vom erwähnten rein gar nichts zu spüren gewesen».
Der Referendumsführer behaupte zudem auch, das ganze Thal werde unter «der unsinnigen Umfahrungsstrasse» leiden. Weit gefehlt, denn Fakt sei: Die jetzt vorliegende Lösung sorgt für eine angemessene Anbindung des Thals an die boomenden Regionen am Jurasüdfuss und verhindere, dass die Region wirtschaftlich abgehängt werde. «Das Projekt behebe den Stau in der Klus kosteneffizient», fügt das Pro Komitee hinzu.

Grossprojekt wird keine Steuererhöhung provozieren

Die Verkehrsanbindung Thal liege pro Laufmeter im gleichen Kostenrahmen wie die Umfahrungen in Olten und Solothurn. Auch der öffentliche Verkehr werde dank der Realisierung dieses Vorhabens wieder schneller ins Thal kommen und der Langsamverkehr erhalte sicheren Raum. Die Klus selber schliesslich erhalte die Chance, vom Verkehrsmoloch wieder zum lebendigen Frohburger-Städtchen zu werden.
«Das Komitee schreibt auch, die Verkehrsanbindung Thal werde eine Steuererhöhung für die Gemeinde Balsthal nach sich ziehen». Auch diese Behauptung entbehre jeglicher Grundlage, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Fakt sei: Aus dem Finanzplan der Gemeinde Balsthal, der noch im ersten Quartal 2021 vorliegen soll, werde ersichtlich sein, dass das Grossprojekt eben gerade keine Steuererhöhung provozieren werde. Auch hier werden ganz bewusst Ängste geschürt und es werde mit falschen Behauptungen argumentiert.
Für die beiden Co-Präsidenten des Pro-Komitees, Nationalrat Stefan Müller-Altermatt und Balsthals Gemeindepräsident Pierino Menna jedenfalls sei klar: «Wer die ideologischen Scheuklappen ablegt, kommt zum Schluss: Die Realisierung dieses Projektes ist für das Thal lebensnotwendig.» (mgt)