Über dreihundert erwartungsvolle Gäste waren am späteren Sonntagnachmittag in den Oensinger Bienken-Saal gekommen, um die von den jungen Musikantinnen und Musikanten angekündigte «Wäut(s)reis» zu geniessen. Dass diese Tour zu ganz verschiedenen Zielen führen würde, war schon klar, als die gut gelaunte Reise-Gruppe mit ihrem ganzen Gepäck und den verschiedensten Ausrüstungsgegenständen (vom Sonnenschirm bis zur Ski-Ausrüstung war alles dabei) zum Einchecken in den Saal gekommen war und auf der Bühne Platz genommen hatte. Und als es dann auch der verspätete Passagier Roger Meier noch zum «Gate 21» und ans Dirigentenpult geschafft hatte, konnte der Start freigegeben werden.

Toller Einstieg

Erstes Ziel war Amerika, vorgestellt durch das Stück «Roar», einer Komposition der bekannten Sängerin und Songwriterin Katy Perry. Schon mit diesem ersten Stück zeigte die Band mit einer beeindruckenden Grundstimmung, einem erstaunlichen Chorklang und mit grosser Präzision, wie gewissenhaft sie sich auf ihr Konzert vorbereitet hatte.

Nach diesem tollen Einstieg gings zurück in die Heimat, in ein idyllisches Bergdorf, dargestellt durch die Komposition «Swiss Mountain Village» von Mario Bürki. Nächste Station war Irland. In seinem «Celtic Dance» beschreibt Douglas Court die zauberhafte Landschaft der «Grünen Insel» und die Ausgelassenheit der irischen Volksmusik.

Vor der Pause führte die Reise ein weiteres Mal hinüber in die USA, diesmal mit «Just Give me a Reason», ein Stück der Sängerin Alecia Beth Moore, weltbekannt unter ihrem Künstlernamen «Pink».

«Blues Brothers» grüssen

Weil also die ganze Reisegesellschaft noch in den USA weilte, wurde nach der Pause die Fahrt auch dort wieder aufgenommen, und zwar mit der Musik der amerikanischen Kult-Band «The Blues Brothers» mit ihren zum Teil ziemlich schrägen Melodien. Dann gings zurück nach Europa, nach Schweden und zu einer der erfolgreichsten Pop-Gruppen aller Zeiten, zu ABBA. Nach deren grössten Hits, zusammengefasst unter dem Titel «Mamma Mia», wollte die YCB das Konzert mit einem Besuch in England beschliessen und sich mit Melodien der Sängerin «Adele» vom Publikum verabschieden. Aber daraus wurde natürlich nichts. Mit grossem Applaus verlangten die begeisterten Besucherinnen und Besucher nach Zugaben, die auch gerne geboten wurden. So konnte man zu den Klängen von «Carribean Calypso» noch einmal von sonnigen Tagen auf Jamaica träumen und sich fragen, ob jetzt wirklich Bob Marley am Dirigentenpult stand, oder ob es doch Roger Meier war. Aus diesen Träumereien zurückgeholt wurde das Publikum dann mit dem allerletzten Vortrag des Konzerts: Die Young Concert Band spielte noch einmal ihr absolutes Lieblingsstück des Programms, die «Blues Brothers Revue».

Starke Leistung bei der Leitung

Für dieses herrliche Konzert gehört allen Beteiligten, den jungen Musikantinnen und Musikanten, musikalischen Leitern Roger Meier und Marco Zehnder, und auch der Vereinsleitung mit Susanne Winiger und Reto Bobst an der Spitze, eine herzliche Gratulation und ein ganz grosses «Dankeschön».