Auf Mittwoch lud der Verein für Kultur Lostorf zur Schlossserenade 2013 ein. Es zeigte sich, dass sich südamerikanische Musik grosser Beliebtheit erfreut. Bevor Organisator Hansruedi Hug, verantwortlich für das Ressort Kultur in Lostorf, die zahlreichen Besucher begrüssen konnte, hatte er Platzprobleme zu lösen.

Im Nu waren alle Stühle besetzt, so dass einige Besucherinnen und Besucher auch auf Bänken Platz nehmen mussten. Doch auch wenn man nicht bequem sitzen konnte, der Besuch hat sich mehr als nur gelohnt.

Harfenspiel als Passion

Angesagt war die Harfistin Verena Wüthrich, die als ehemalige Violinspielerin sich heute ganz der südamerikanischen Harfe widmet. Sie wurde ihre Passion. Die südamerikanische Harfe gilt vor allem in Paraguay als National-Instrument, zusammen mit Gitarre und Gesang spielt sie auf jeder Fiesta eine Hauptrolle. Das Instrument wird in Paraguay auch heute noch in Handarbeit gefertigt, besteht grösstenteils aus Tropenholz und hat 37 Saiten.

Nach Verena Wüthrich bergen Auftritte mit der Harfe im Freien ein gewisses Risiko, weil das Instrument auf Temperatur und Luftfeuchttigkeit stark reagiert. Unterstützt wurde sie bei diesem Konzert von den beiden Musikern Javier Miers und Juan Aguilera aus Paraguay, sie sangen und spielten Gitarre. Zusammen sind sie das Trio «Verena Y sus Canteros del Paraquay». Sie führten die Besucher mit Gefühl und Temperament in südliche Ferienstimmung.

Tragende Rolle

Das Konzert begann mit «El Condor pasa», einem «Ohrwurm» der besonderen Art, der von den Zuhörern entsprechend beklatscht wurde. Mit «Canto al Paraguay» zeigten die beiden Musiker ihr grosses musikalisches Können. Es zeigte sich, dass auch die beiden Musiker nebst der Gitarre und dem Gesang in Trio eine tragende Rolle spielten. Die drei unterstützten sich gegenseitig, was durch die Harmonie mit jedem Lied bestätigt wurde.

Es folgten «Cuando calienta el sol» und «Lambada»; zwei Lieder, die man von früher her noch kannte und sich darüber freute. «Che rètàme» war weniger bekannt, aber gefiel sehr gut. «Perfidia» und «Cascado» waren die folgenden Titel. Weiter ging es mit «Monanita Paraguaya», das weniger bekannt war, aber sehr gut gefiel; entsprechend wurde applaudiert.

Der Abend neigte sich der Neige zu, nicht alles war beleuchtet, was besonders Harfistin Verena Wüthrich zu spüren bekam. Doch die beiden Sänger hielten das Konzert weiter auf Kurs. «San Juan Nepamuceno» und «Mexico» waren eher bekannte Lieder, die sehr gut gefielen. Die beiden Gitarrenspieler wollten durchhalten mit den Liedern «Amor de mis amores» und «Besame mucho». Es folgten noch die Lieder «Diel canela» und «Rumba Tatina».

Stehende Ovationen

Das Publikum liess sich in den Bann der Musik ziehen und verlangte am Schluss des Konzertes stehend noch Zugaben, die auch gewährt wurden. Dass dann Schluss war, wurde von vielen Besuchern bedauert, die gerne noch lange zugehört hätten. Ein Lob gehört auch Hansruedi Hug mit seinen Helfern vom Kulturverein Lostorf. Der Anlass war beste Propaganda für die nächsten Veranstaltungen.