Kestenholz

Das Hallenbad soll künftig als Turnhalle genutzt werden

Das Hallenbad in Kestenholz ist bald Geschichte.

Das Hallenbad in Kestenholz ist bald Geschichte.

Der Souverän von Kestenholz bewilligt einen Planungskredit von 200 000 Franken für die Erweiterung der Schul- und Sportanlagen. Damit sprach er sich auch für die 2014 geplante Schliessung des Hallenbades aus.

Die Primarschulen von Neuendorf, Niederbuchsiten, Härkingen und Niederbipp werden ab Sommer 2004 keinen Schwimmunterricht mehr anbieten können. Zumindest nicht im Hallenband Kestenholz, wo Schulklassen aus den erwähnten Gemeinden bislang monatlich mehrere Lektionen belegten. Zur Schliessung kommt es, weil die Gemeindeversammlung am Mittwochabend dem Antrag des Gemeinderates folgte und einen Planungskredit von 200 000 Franken für die Erweiterung der Schul- und Sportlagen bewilligte.

Das vom Gemeinderat favorisierte Projekt sieht neben dem Neubau eines Schulhauses auch die Umnutzung des bestehenden Hallenbades in eine Sporthalle vor. Dies im Hinblick auf die in drei bis vier Jahren notwendige Sanierung des  Hallenbades für etwa 1,3 Mio. Franken sowie wegen der hohen Unterhaltskosten, welche die Gemeindekasse jährlich mit rund 100 000 Franken belasten. Dazu kommt die schwache Auslastung des Hallenbades, welche sich mit nur gerade 0,8 Besuchern pro Stunde auf einem sehr tiefen Niveau befindet.

Kein Widerstand

An der von 77 Stimmberechtigten besuchten Gemeindeversammlung regte sich ob der schlechten Zahlen kein Widerstand gegen die Schliessung des Hallenbades. Vielmehr interessierten sich einige Votanten von Sportvereinen für die Nutzung der anstelle des Hallenbades geplanten zweiten Sporthalle.

Das Gesamte Projekt ist mit rund 10 Mio. Franken veranschlagt. Für den Neubau des Schulhaustraktes inklusive Umgebungsarbeiten wird mit Kosten von etwa 7. Mio. Franken gerechnet, für die Umnutzung des Hallenbades mit 1,2 Mio. Franken sowie für die Sanierung der Turnhalle mit 1,1 Mio. Franken. Weitere 700 000 Franken sollen für die Sanierung des alten Schulhauses aufgewendet werden. Das ganze Projekt soll in Etappen von 2014 bis 2024 realisiertet werden.

Projektbedingt soll der Steuersatz ab 2015 um 6 Prozentpunkte auf neu 121 Prozent angehoben werden. Der Antrag des Gemeinderates, für die Ausarbeitung von Planungsunterlagen sowie der damit einhergehenden Kosten, passierte die Versammlung mit grossem Mehr, bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. (eva)

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