Härkingens Kommissionen hatten im Auftrag des Gemeinderates die einzelnen Budgetposten auf mögliches Einsparpotential überprüft. Dadurch konnte im Budget 2019 der Betrag von 100'000 Franken eingespart werden. «Erfreulicherweise sind bei den Steuern für juristische Personen bereits im laufenden Jahr eine massiv grössere Summe eingegangen als budgetiert», teilen die Behörden mit. Daher hätten auch die Steuereinnahmen der juristischen Personen entsprechend erhöht budgetiert werden können.

Damit künftige Steuerschwankungen etwas aufgefangen werden können, wurden 130'000 Franken in die finanzpolitischen Reserven eingelegt. Die Steuervorlage SV 2017 wird für Härkingen grosse Auswirkungen haben, da der Anteil der Steuern von juristischen Personen über 40 Prozent der gesamten Steuererträge ausmacht. So werden unter Berücksichtigung des Minderbeitrages an den Finanzausgleich 400'000 bis 600'000 Franken zulasten der Einwohnergemeinde anfallen. Allerdings wird das Volk über diese Vorlage nächstes Jahr auf nationaler und kantonaler Ebene erst noch abstimmen müssen. Dank dem vorhandenen Eigenkapital kann dieser Minderertrag vorerst aufgefangen werden.
Kleiner Ertragsüberschuss

Seit Beginn des laufenden Schuljahres wird aufgrund der Schülerzahlen eine zusätzliche Klasse geführt. Die Schülerzahlen haben auch Einfluss auf den Beitrag an die Kreisschule Gäu (Mehrkosten von 37'000 Franken) und an die Kantonsschule (Mehrkosten von 33'000 Franken). Bei der gesetzlichen Sozialhilfe fallen gemäss Kanton Mehrkosten von insgesamt 120'000 Franken an. Das vorliegende Budget weist schlussendlich einen Ertragsüberschuss von 4777 Franken aus.

Bei den budgetierten Nettoinvestitionen von 334'400 Franken sind folgende Bruttoinvestitionen enthalten:

  • Ersatzbeschaffung Server Gemeindehaus, 75'000 Franken;
  • Unterhalt und Erneuerungsmassnahmen Mehrzweckhalle, 130'000 Franken;
  • LED-Beleuchtungskörper, vierte Etappe, 74'400 Franken;
  • Letzte Tranche Ortsplanungsrevision, 55'000 Franken.

Die Steuersätze und Gebühren 2019 sollen unverändert bleiben. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2018 einen unveränderten Gemeindesteuersatz von 89 Prozentpunkten für natürliche und juristische Personen.

Arbeitslose direkt aufs RAV

Das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum Olten (RAV), bietet den Gemeinden an, das Gemeindearbeitsamt zu übernehmen. In Härkingen gibt es jährlich knapp 50 Anmeldungen beim Gemeindearbeitsamt. Hier werden die Erstgespräche geführt, sämtliche Unterlagen eingefordert und schliesslich das Dossier dem RAV Olten zur Bearbeitung weitergeleitet.

Im Sinne der Optimierung hat der Gemeinderat entschieden, dem RAV Olten, diese Aufgabe zu übertragen. Ab dem 1. Dezember ist das RAV Olten die erste Anlaufstelle bei Arbeitslosigkeit. Betroffene Personen werden dort über das weitere Vorgehen informiert.

Weitere Informationen dazu auf: www.haerkingen.ch.