Gemeindepräsident Rolf Kissling erklärte den 27 zur Gemeindeversammlung erschienenen Stimmberechtigten, dass die Rechnungsgemeindeversammlung wegen des mit Problemen verbundenen Abgangs der Gemeindeverwalterin auf den 14. September verschoben werden musste. Dennoch gebe es wichtige Geschäfte, die auf den Weg gebracht werden müssten.

So etwa die Erschliessung des Gebiets Husmatten, welche von Rolf Riechsteiner vom Büro BSB + Partner Ingenieure und Planer, Oensingen, vorgestellt wurde. Nötig wird diese Erschliessung, weil auf der nördlichen Seite des Gebiets ein Kinderheim geplant ist. Aus diesem Grund sollen die ersten 50 Meter der Privatstrasse von aktuell 1,5 auf 2,5 Meter verbreitert und dieser Strassenabschnitt in den Besitz der Gemeinde überführt werden.

Alte Wasserleitung nicht beachtet

Zu reden gab vor allem die unter der Strasse liegende Wasserleitung, welche sich ebenfalls in Privatbesitz befindet.

Diese von der Dorfstrasse kommende alte Leitung müsste eigentlich ersetzt werden, bevor eine neue Erschliessungsstrasse darüber gebaut werde, meinte dazu Brunnenmeister Vinzenz Marbet. Bei der Vorbereitung des Geschäfts hatte sich darüber offenbar niemand Gedanken gemacht.

Um die Planung des Kinderheims nicht unnötig zu verzögern, wurde der Ausführungskredit von 159'840 Franken für die Erschliessung des Gebiet Husmatten in der Höhe aber dennoch mit 18 Ja gegen 1 Nein-Stimme und 4 Enthaltungen gesprochen. Die anwesenden Grundeigentümer versicherten, dass sie die Leitung im Zuge der Bauarbeiten ersetzen würden. 80 Prozent der Erschliessungskosten sind Perimeterpflichtig, der Gemeinde verbleiben somit Nettokosten von 32'000 Franken, wie bemerkt wurde.

Letzte Etappe Dorfstrasse

Bewilligt wurde auch ein Kredit von 220'000 Franken für Ersatz der über 100 Jahre alten Wasserleitung in der Dorfstrasse vom Chilchweg bis zur Abzweigung Wolfwilerstrasse. Eingebaut wird eine Leitung mit einem Durchmesser von 125 Millimeter, wie Rolf Riechsteiner vom Büro BSB ausführte. Diese letzte Etappe soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Genehmigt wurde im Weiteren die Rechnung 2016 der Elektra Neuendorf, die einen Gewinn von 179'420 Franken ausweist. Elektra-Geschäftsführer und Verwaltungsrat Linus von Arx stellte aufgrund des guten Abschlusses eine Senkung der Stromtarife in Aussicht.