Die Forderung nach einer Tunnelvariante beim 6-Spur-Ausbau der A1 im Gäu kommt noch einmal auf das politische Parkett. Nachdem der Bundesrat mit der Genehmigung des generellen Projekts die Tunnelvariante abgelehnt hat, wird nun auf verschiedenen politischen Ebenen versucht, diese Variante erneut zur Diskussion zu bringen. Neben einer Motion von SP-Nationalrat Philipp Hadorn kommt nun vonseiten der Gäuer Gemeinden auch ein Vorstoss auf kantonaler Ebene: Ein Initiativkomitee mehrerer Gäuer Gemeindepräsidenten hat einen Volksauftrag lanciert. Er verlangt, dass der Kanton Solothurn eine Standesinitiative einreicht, mit welcher eine Tunnelführung des A1-Ausbaus gefordert wird.

Dahinter stehen die Gemeindepräsidenten Johanna Bartholdi (Egerkingen), Enzo Cessotto (Balsthal), Georg Lindemann (Wolfwil), Daniel Lederer (Oberbuchsiten), Arno Bürgi (Kestenholz), Markus Zeltner (Niederbuchsiten) und Rolf Kissling (Neuendorf). Diese Initiative wird auch vom Solothurner Bauernverband unterstützt – auch wenn die Chancen, die A1 im Gäu in den Boden zu bringen, realistischerweise als sehr klein beurteilt werden müssten, wie es im Newsletter des Bauernverbands heisst. Zumindest bringe die erneute Forderung nach der Tunnelvariante aber ein Überdenken der Linienführung und allenfalls stärkere Kompensationsmassnahmen. (szr)