Herbetswil
Das Dünnern-Ufer soll schöner und sicherer werden

Die Herbetswiler Einwohner sind zum Mitwirkungsverfahren in Sachen Hochwasserschutz und Revitalisierung aufgerufen.

Fränzi Zwahlen-Saner
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So trist soll das Dünnern-Ufer bei Herbetswil in Zukunft nicht mehr sein.

So trist soll das Dünnern-Ufer bei Herbetswil in Zukunft nicht mehr sein.

Patrick Lüthy

«Der Uferschutz der Dünnern entlang der Thalstrasse ist mehrheitlich durch Betonstützmauern gewährleistet. Sie befinden sich teilweise in schlechtem Zustand und müssen saniert werden. Zudem ist die Dünnern in Herbetswil stark verbaut und weist Defizite hinsichtlich Hochwasserschutz auf.» So steht es im Raumplanungsbericht zu den Nutzungsplanungen Hochwasserschutz und Revitalisierung Dünnern Herbetswil des Ingenieurbüros BSB. Und dieser mehrseitige Bericht mit allen Analysen und Plänen wurde am Dienstagabend der Herbetswiler Bevölkerung von Fachleuten vorgestellt und zur Mitwirkung vorgelegt. Rund 40 Personen liessen sich informieren.

Beim Projekt sind drei kantonale Ämter involviert: das Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) und das Amt für Umwelt (AfU). Unabhängig voneinander planten diese Projekte für den Dünnernabschnitt von rund 1,6 km Länge auf Herbetswiler Gemeindegebiet. Das AVT plante auf 800 Metern, vom Pfundhof bis vor das Schittlibrüggli, die Instandstellung des Uferschutzes. Dabei sollen die Bachmauern zurückgebaut werden und, wo möglich, durch eine naturnahe Böschung ersetzt werden. Das AfU plante im Abschnitt Dünnernacker auf einer Länge von rund 740 Metern, bis zum ehemaligen Restaurant Wolfsschlucht, eine Revitalisierung der stark verbauten Dünnern und Hochwasserschutzmassnahmen. «Da die beiden Projektperimeter direkt aneinandergrenzen und Synergien genutzt werden können, wurde entschieden, die Nutzungsplanverfahren der beiden Projekte zu koordinieren», heisst es im Bericht. Das Amt für Raumplanung hat die Koordination nun übernommen.

Herbetswil muss Zonenplan ändern

Ergänzend muss Herbetswil in einem kommunalen Nutzungsplanverfahren den für die Revitalisierung benötigten Gewässerraum eine Uferschutzzone planerisch sicherstellen. So soll eine Parzelle, welche bis anhin Spezialzone Parkplatz ist, der Landwirtschaftszone zugewiesen werden.

Es gab laute kritische Stimmen, aber auch eine grosse Zustimmung unter den Besuchern, erklärte der Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt. Zu reden gab natürlich auch die Finanzierung, die Herbetswil zu stemmen habe.

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