31 Stimmberechtigte durfte Bürgerpräsident Remo Liechti zur Bürgergemeindeversammlung begrüssen. Erfreuliche Aussichten gibt es einmal mehr bei den Finanzen. Das Budget 2018 sieht in der laufenden Rechnung einen Ertragsüberschuss von 371'479 Franken vor. Obwohl der vorgesehene Ertragsüberschuss deutlich höher liegt als im Vorjahr, gibt es dennoch einige Einschränkungen.

Erwähnenswert und negativ Einfluss auf das Ergebnis drücken werden unter anderem die Sanierung im und um das Bürgerhaus Roggen, die Renovation der Betriebsleiterwohnung im Werkhofgebäude sowie Beratungskosten für den Ausblick der Kiesgrubenerweiterung. Positiver zu Buche schlägt hingegen der Ausgang beim Bereich Innertstoffdeponie (weniger Kosten vorgesehen für Rodung und Astmaterial sowie Beratungshonorare).

Immer näher den Schwarzen Zahlen kommt man im Forstbetrieb, der Aufwandüberschuss wird noch mit 13'270 Franken (Vorjahr 59'000 Franken) erwartet. Zum gesamthaft positiven Ergebnis trägt schliesslich auch bei, dass keine zusätzlichen Abschreibungen mehr getätigt werden können und so das gute Ergebnis in die Höhe treibt.

Wahlbüro aufgelöst

Da seit mehreren Jahren für das Bürger-Wahlbüro keine Einsätze mehr geleistet werden mussten und zudem auf Beginn der neuen Amtsperiode 2017-2021 personell zwei Plätze der Wahlbüro-Mitglieder umbesetzt blieben, ist eine Anfrage bei der Einwohnergemeinde zwecks Übernahme gestartet worden. Diese hat ergeben, dass allfällige Abstimmungs- oder Wahlvorgänge für die Bürgergemeinde inskünftig durch die Einwohnergemeinde organisiert werden, gegen einen Unkostenbeitrag von einem Franken pro Wähler. Die Versammlung stimmte diesem Vorgang einstimmig zu. Jedoch wurde gleichzeitig vereinbart, bei einem späteren Bedarf den aktuellen Entscheid wieder rückgängig machen zu können.

Einbürgerungen vorgenommen

Auf der Traktandenliste waren auch Einbürgerungsgesuche aufgeführt. Jeweils im Vorfeld der Versammlungen befasst sich ein Dreiergremium mit den eingegangenen Gesuchen und nimmt – nebst dem Oberamt– weitere Abklärungen vor. So muss sich nicht der ganze Bürgerrat damit befassen und kann einerseits Zeit sparen, anderseits die bearbeiten Vorschläge bei der Versammlung vorbringen. So wurden nun deren sieben Gesuche (insgesamt 16 Personen) behandelt und durchweg das Bürgerrecht zugestanden.

Es sind dies bei: Karaagac Özgür, türkischer Staatsangehöriger; Kiala Mingiedi, angolanischer Staatsangehöriger; Kiala Mayimona mit Sohn Iyefa Edin, angolanische Staatsangehörige; Stephan Möller und Eliane mit Kinder Amanda, Kira und Romy, deutsche/italienische Staatsangehörige; Osmani Merita und Sohn Ajan, mazedonische Staatsangehörige; Pirraccchio Luca, italiensicher Staatsangehöriger; Samuel Tschumi und Katja Ramseier mit Tochter Mireille Lilly, Schweizer Staatsangehörige. In Kompetenz des Bürgerrates wurde an der letzten Bürgerratssitzung zudem Gjukas Denis, kosovarischer Staatsangehöriger sowie Qadraku Lejton, kosovarischer Staatsangehöriger das Ortsbürgerrecht zugesprochen.

Umbau Berggasthof verzögert sich

Weiter konnte Remo Liechti berichten, dass die Inbetriebnahme der Innertstoffdeponie im Aebisholz voraussichtlich im nächsten Herbst erfolgt. Zum Entscheid des Kantons betreffs der Roggenstrasse wurde Beschwerde eingereicht und anfangs November via Anwalt weitere Dokumente zu einer Neubeurteilung eingereicht.

Des Weiteren kann der vorgesehene Umbau des Berggasthofes Roggen (Fertigstellung wäre auf 2018 vorgesehen gewesen) nicht realisiert werden, da die im Juni letzten Jahres beim Kanton eingegebenen Pläne für eine Vorabklärung erst Mitte November beantwortet wurden, und zwar negativ. Man muss auch hier neu über die Bücher… Erfreulich sei immerhin, dass das von der Bürgergemeinde gesponserte «Oensingerli» auch im kommenden Jahr den Roggen anfahre.