Hauenstein-Ifenthal

Das «Bolero» auf der Hauenstein-Passhöhe muss abgerissen werden

Das «Bolero» ist nicht mehr bewohnbar und kann auch nicht renoviert werden. Bruno Kissling

Das «Bolero» ist nicht mehr bewohnbar und kann auch nicht renoviert werden. Bruno Kissling

Der Regierungsrat stimmte der Umnutzung des Areals als Wohnzone zu. Eine Renovation des Gebäudes ist nicht möglich, sagt Gemeindepräsident Jürg Ryffel. Inskünftig dürfen auf dem Areal dreigeschossige Wohnbauten errichtet werden.

Das Etablissement «Bolero» auf dem Hauenstein-Pass hat eine bewegte Geschichte und erwarb sich einen anrüchigen Ruf im Bereich des Rotlicht-Milieus.

Damit ist nun endgültig Schluss. Schon seit dem 7. September 2012 sind die Räumlichkeiten geschlossen, und die Einwohnergemeinde Hauenstein-Ifenthal hatte diverse Betreibungen wegen unbezahlter Rechnungen einleiten müssen, wie Gemeindepräsident Jürg Ryffel erklärt.

Im September vergangenen Jahres dann habe die Gemeinde vom Konkurs des «Bolero» erfahren und ihre entsprechenden Forderungen auf dem Konkursamt in Oensingen eingereicht.

Der Wohnzone zuweisen

Doch die Gemeinde war schon vorher nicht untätig geblieben: Die Gemeinde beabsichtigt, das Areal mit den Parzellen GB Nummern 223, 592 und 559, die zuvor der Gewerbezone angehörten, der Wohnzone «Passhöhe» (W3P) zuzuweisen, also das Errichten von dreigeschossigen Wohnbauten zu ermöglichen. «Zulässig sind Wohnbauten in lockerer und verdichteter Bauweise sowie nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, welche dem Zonencharakter der Wohnzone angepasst sind», wie es im nun vorliegenden Regierungsratsbeschluss (RRB) heisst.

Bereits von Anfang Juni bis Anfang Juli 2012 hatte der Teilzonenplan auf der Gemeinde aufgelegen. Innerhalb der Auflagefrist sei eine Einsprache eingegangen, die zu einer Ergänzung der Zonenvorschriften geführt habe, Der Gemeinderat habe daraufhin den von der Umzonung betroffenen Grundeigentümern die Ergänzung der Zonenvorschriften im Mai 2013 mitgeteilt. Dagegen seien keine Einsprachen mehr eingegangen. «Der Gemeinderat hat den Teilzonenplan Passhöhe mit Zonenvorschriften abschliessend am 9. September 2013 beschlossen», ist dem RRB weiter zu entnehmen.

Teilzonenplan genehmigt

Mitte Januar nun hat der Regierungsrat diesen Teilzonenplan «Wohnzone Passhöhe» genehmigt. Wie geht es nun weiter? «Wir gehen davon aus, dass im ersten Quartal dieses Jahres das «Bolero» versteigert wird; Interessenten wären vorhanden», stellt Ryffel in Aussicht. Der neue Eigentümer muss anschliessend einen Gestaltungsplan für das Areal einreichen, bei dem die Bevölkerung mit einbezogen wird und der vom Gemeinderat genehmigt werden müsste. Dann könnte man mit der Überbauung des Areals beginnen, so Ryffel.

Er macht deutlich: «Die Räumlichkeiten sind in einem sehr desolaten Zustand und entsprechend nicht mehr bewohnbar. Das Gebäude muss abgerissen werden, ein Umbau ist nicht mehr möglich». Und er versichert: «Eine neue Nutzung gemäss RRB muss umgesetzt werden; die Ansiedlung von neuen Rotlicht-Gewerbebetrieben ist ausgeschlossen».

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