Gunzgen
Das Alphorn verbreitet zu Herzen gehende Naturtöne, die erden

60 bis 80 Alphornbläser/-innen treffen sich am kommenden Sonntag beim Gunzger Römerhof zum Nordwestschweizer Wettblasen und Treffen. Eine Jury bewertet die Wettbewerbsvorträge in verschiedenen Kategorien.

Karin Schmid
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60 bis 80 Alphornbläser/-innen aus der ganzen Nordwestschweiz werden am Sonntag das (erweiterte) Römerhof-Areal in Gunzgen bevölkern.

60 bis 80 Alphornbläser/-innen aus der ganzen Nordwestschweiz werden am Sonntag das (erweiterte) Römerhof-Areal in Gunzgen bevölkern.

HR Aeschbacher

Die Alphornvereinigung Nordwestschweiz wurde 1956 als eine von drei Sparten (Jodeln, Fahnenschwingen, Alphornblasen) des Nordwestschweizer Jodlerverbandes gegründet. Sie zählt rund 300 Mitglieder; davon sind etwa 60 aus den Regionen Thal, Gäu, Untergäu, Olten, Gösgen und Niederamt. Nach Angaben von Präsident Thomas von Arx fanden in den letzten 50 Jahren regelmässig Wettblasveranstaltungen beziehungsweise Bläsertreffen statt. Heuer werden die beiden auf denselben Tag gelegten Events erstmals in der Region Olten durchgeführt: am kommenden Sonntag, 25. August, beim Römerhof der Familie Titus Büttiker in Gunzgen. Grund: Thomas von Arx wohnt zwar in Basel, doch seine Wurzeln liegen in Gunzgen.

Bevor die «Bäsebeiz» im Römerhof geschlossen wurde, diente sie dem Alphorn-Trio Solodurum, zu dem Thomas von Arx gehört, als Übungslokal. So entstand die Idee, das Römerhof-Areal als Veranstaltungsort fürs Wettblasen zu nutzen. Allerdings hat die Nordwestschweizer Alphornvereinigung mit der Organisation der Veranstaltung «nie viel zu tun. Wir nutzen nur die Infrastruktur. Die Organisation wird direkt vor Ort erledigt», so Thomas von Arx. Das OK besteht aus seinem Bruder, Gemeinderat Marco von Arx, sowie Silvio Probst und Viktor Aerni, zwei Kollegen von dessen Fasnachtsclique, den Oensinger «Note-Chaote».

Die Veranstaltungsinfrastruktur besteht aus der Festwirtschaft (offen bis 18 Uhr), die auf dem ganzen Römerhof-Areal aufgebaut ist, der grossen Wiese als Einblasplatz sowie einer weiteren Wiese als «eigentlichen Alphornplatz», wie Thomas von Arx ihn nennt. «Wie immer das Wetter wird – alles findet draussen im Freien statt.» Für das Alphorn-Wettblastreffen werden am Sonntag in Gunzgen zwei Quartierstrassen gesperrt: der Römerweg Ost und der Unterfeldweg im Bereich Feldstrasse–Römerhof. Als Parkplatz steht der Bereich am Waldrand zur Verfügung. Ab Gunzgen-Zentrum wird der Weg zum Hof ausgeschildert sein.

60 bis 80 Alphornbläser werden am Wettkampf vom nächsten Sonntag, 25. August, ihr Können demonstrieren und sich um 13.30 und 16.30 Uhr als Gesamtchor inklusive Fahnenschwinger präsentieren. Eine Jury wird die rund 50 Wettbewerbsvorträge zwischen 10 und 12 Uhr sowie 14 und 16 Uhr in den Kategorien «Einzeln» und «Formation» bewerten. Die Rangverkündigung ist auf etwa 17 Uhr festgesetzt. Das Wettblasen gehört zur Jahreskonkurrenz und ist laut Thomas von Arx ein Hauptanlass der Nordwestschweizer Alphornvereinigung. «Wer das Wettblasen gewinnt, ist in der Jahreskonkurrenz schon ziemlich weit», hält von Arx fest, der am Sonntag als Mitglied des Trios Solodurum auftreten wird.

Die Nordwestschweizer Alphornvereinigung, der die Kantone Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau angehören, rechnet am Sonntag mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern. «Der Anlass wird absolut ankommen bei den Leuten», zeigt sich der Präsident überzeugt. «Alle, denen ich vom Alphornbläsertreffen erzähle, sagen: ‹Wow›.» Etwa 20 Helferinnen und Helfer wollen am Veranstaltungstag dafür sorgen, dass dieses Lob bis zum Schluss gerechtfertigt bleibt.

Weitere Informationen finden Sie hier.