Wasserversorgung Gäu
Das 1936 erbaute Reservoir Buechban wird neu gebaut

Die Delegierten des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu genehmigten den Neubau des Reservoirs Buechban in Niederbuchsiten für 2.3 Millionen Franken.

Alex Heim und Erwin von Arb
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Das 1935 erbaute und 1993 erweiterte Reservoir Buechban soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Das 1935 erbaute und 1993 erweiterte Reservoir Buechban soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Arwin von Arb

Vom zuständigen Ingenieurbüro Emch+Berger wurden die Delegierten des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu über den dringend nötigen Neubau des Reservoirs Buechban in Niederbuchsiten orientiert. Ein Reservoir ist für den Ausgleich der Wasserbeschaffung in den Verbandsgemeinden für die Sicherheits- und Löschreserve sowie für die Druckhaltung von grosser Bedeutung. Südlich der Autobahn sind in dieser Hinsicht grosse Mängel vorhanden, wie erwähnt wurde. Deshalb sei ein Neubau in diesem Gebiet von grosser Wichtigkeit.

Höheres Speichervolumen

Geplant ist der vollständige Abriss des 1935 erbauten und 1993 erweiterten Reservoirs und der anschliessende Neubau am gleichen Standort. Mit diesem 2,3 Millionen Franken teuren Neubau kann nicht nur die Qualität des Trinkwassers verbessert werden, sondern er ist auch für die Lagerung von Trinkwasser von grosser Bedeutung. Das Lagervolumen kann mit dem Neubau gegenüber dem bestehenden Reservoir um 600 auf neu 1000 Kubikmeter vergrössert werden. Das neue Reservoir wird in Beton ausgeführt und umfasst eine rechteckige Wasserkammer mit vorgebauten Bedienungshaus. Die Planung sieht vor, dass in einer weiteren Etappe eine zweite Wasserkammer gebaut werden könnte. Laut Grobplanung kann mit einer Inbetriebnahme des neuen Reservoirs im Jahr 2024 gerechnet werden.

Regionale Wasserversorgung Gäu unter neuer Führung

Verabschiedet wurde an der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Regionale Wasserversorgung Gäu Präsident Hans Ackermann, der dieses Amt acht Jahre innehatte. Als neuen Präsidenten wählte die Versammlung Robert Gurtner aus Oberbuchsiten. Mit je einem Vertreter aus den sieben Verbandsgemeinden und der Neuwahl des Präsidenten ist die Führung des Zweckverbandes wieder gesichert. Demissioniert hat nach zwölf Jahren auch Linus von Arx (Neuendorf) als Präsident der Betriebskommission. Ganze 28 Jahre wirkte Edwin Ruckstuhl (Neuendorf) als Anlagewart des Zweckverbandes. Die Versammlung würdigte Ruckstuhls grossen Einsatz als langjähriger Wasseranlagewart. Er war für den Betrieb aller Anlagen verantwortlich. Seine Nachfolge hat Heinz Fischer aus Egerkingen angetreten. Mit der Besetzung aller wichtigen Posten kann das neue Team nun seine Arbeit aufnehmen. (ahn)

Die erwähnte Aufstockung des gesamten Reservoirvolumens um 600 Kubikmeter ist notwendig, weil der Speicherinhalt der Zweckverbandreservoire zu klein ist. Als Folge davon müssen die Pumpen des Grundwasserpumpwerks Neufeld in Neuendorf auch tagsüber Wasser fördern.

Von Notwendigkeit überzeugt

Für den Zweckverband, dem die Gemeinden Oberbuchsiten, Egerkingen, Niederbuchsiten, Neuendorf, Kestenholz, Wolfwil und Fulenbach angehören, bedeutet diese Investition von 2,3 Millionen Franken eine grosse Herausforderung. Mit Blick auf die Notwendigkeit dieses Neubaus stimmte die Versammlung diesem Vorhaben ohne grosse Wortmeldung zu.

Die übrigen Geschäfte der 40. Delegiertenversammlung des Zweckverbandes konnten speditiv erledigt werden. Präsident Hans Ackermann (Wolfwil) erwähnte in seinem Jahresbericht diverse Projekte, mit denen sich der Zweckverband in der nächsten Zeit – nebst dem Neubau des Reservoirs Buechban - auch noch zu befassen hat. So wird sich die neue Führung des Zweckverbandes (siehe Box links) bestimmt mit dem Hochwasserschutz Dünnern zwischen Oensingen und Oberbuchsiten und mit dem Ausbau der Autobahn A1 auf 6 Spuren beschäftigen müssen.

Der Präsident der Betriebskommission, Linus von Arx (Neuendorf), informierte die Versammlung über die Resultate betreffend Nitratgehalt. Auch wenn der Gehalt mit 36 bis 37 Milligramm je Liter noch nicht ganz befriedigend sei, so zeige sich doch, dass der Nitratwert leicht sinke. Alle Kontrollen durch die Lebensmittelkontrolle waren positiv und durchweg im «grünen Bereich». Die Qualität des Gäuer Trinkwassers sei sehr gut. Trotz intensiver landwirtschaftlicher Nutzung könne die Qualität jederzeit gewährleistet werden, so von Arx.