Neuendorf

Dank Steigerung in allen Bereichen bleibt Spitex Gäu selbstständig

Die Spitex Gäu beschäftigt bei der Pflege und Haushilfe 44 Personen in 21 Vollzeitstellen, bei der Betreuung sind es 3 Personen. (Symbolbild)

Die Spitex Gäu beschäftigt bei der Pflege und Haushilfe 44 Personen in 21 Vollzeitstellen, bei der Betreuung sind es 3 Personen. (Symbolbild)

Die Spitex Gäu konnte an der 10. Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Neu wurde der Spitex-24-Stunden-Notruf eingeführt, der auch per blossem Knopfdruck alarmiert werden kann, und Coiffeur-Dienste für zu Hause.

Die Spitex Gäu konnte 2014 in allen Bereichen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, wie Vizepräsident Dieter Hänggi bei der Präsentation des Geschäftsberichts festhielt. Bei den herkömmlichen Dienstleistungen der Spitex, das heisst bei der Abklärung und Beratung sowie bei der Pflege, wurden Dienstleistungen im Umfang von 19 510 Stunden (Vorjahr 18 650), bei der Haushilfe 4959 Stunden (Vorjahr 4852 Stunden) geleistet.

Mahlzeitendienst legt markant zu

Eine markante Steigerung erfuhr auch der Mahlzeitendienst, der neu vom Seniorenzentrum Hägendorf geführt wird. Die Spitex Gäu ist für Klientinnen und Klienten sowie Angehörige 24 Stunden erreichbar. Neben dem Tagdienst steht von 22 bis morgens 7 Uhr ein Nachtpikett bereit. Neu wurde der Spitex-24-Stunden-Notruf eingeführt, der auch per blossem Knopfdruck alarmiert werden kann. Weniger spektakulär, aber sehr geschätzt sind die Coiffeur-Dienste zu Hause, die neu angeboten werden.

In der grösseren Summe der erbrachten Leistungsstunden spiegelt sich, dass auch die Anzahl von Menschen zunimmt, welche durch Krankheit, Unfall, Altersgebrechen oder Mutterschaft auf Hilfe, Pflege oder Betreuung angewiesen ist. Im Jahre 2014 betreute das Personal der Spitex total 339 Menschen, davon 223 Frauen und 116 Männer. Dabei sind etwas mehr als vierzig Prozent der Betreuten über 80 Jahre alt. Weitere vierzig Prozent gehören zur Altersklasse der 65- bis 80-Jährigen. Der Anteil der jüngeren Personen lag bei zwanzig Prozent.

Rechnung im Plus

Die Spitex Gäu beschäftigt bei der Pflege und Haushilfe 44 Personen in 21 Vollzeitstellen, bei der Betreuung sind es 3 Personen. In der Geschäftsleitung samt Administration teilen sich vier Personen in die 160 Stellenprozente. Im Frühjahr 2014 hat das bisherige Vorstandsmitglied Doris Neukomm die Geschäftsleitung übernommen. Franziska Thomet nahm ihre Tätigkeit als Leiterin des Bereichs Pflege und Betreuung Mitte Jahr auf. Erwähnt wurde ferner, dass die Lernende Sarah Flury die Abschlussprüfung zur Fachfrau Gesundheit mit der kantonalen Bestnote bestanden hat.

Wie Dietmar Rohrmann der Versammlung erläuterte, steht der Verein auch finanziell gut da. Aus einem Betriebsertrag von total 2,61 Millionen Franken resultiert ein kleiner Gewinn von 3899 Franken. Für das kommende Jahr wird nur noch ein Betriebsertrag von 2,2 Mio. Franken budgetiert.

In ihrem Rückblick informierte Yvonne Berner, Präsidentin des Vereins Spitex Gäu, dass im verflossenen Jahr die eigene Entwicklung neuer Strategien geruht habe. Die Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu (GPG) hatte bei der Fachhochschule Nordwestschweiz eine Studie in Auftrag gegeben. Inzwischen entschied die GPG, dass die Spitex selbstständig bleiben soll. Sie soll weiter für die ambulante Pflege in den Vertragsgemeinden Egerkingen, Härkingen, Neuendorf, Nieder- und Oberbuchsiten sowie Oensingen zuständig bleiben.

Johanna Bartholdi neu im Vorstand

Der Vorstand des Vereins für spitalexterne Hilfe (Spitex Gäu) ist damit wieder vollständig. Er setzt sich also wie folgt zusammen: Yvonne Berner (Präsidium), Dieter Hänggi (Vizepräsidium, Ressort Dienstleistungen und Personal), Pascal Estermann (Ressort Organisation und Protokollführung), Dieter Rohrmann (Ressort Finanzen), Johanna Bartholdi (Ressort Politik und Recht). Die von Präsidentin Yvonne Berner zügig abgewickelte Versammlung wurde schliesslich abgerundet durch ein kleines Konzert des Gitarren-Ensembles der Musikschule Gäu.

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