Ein Schmunzeln konnte sich Bürgerpräsident Remo Liechti bei der Begrüssung zur Rechnungsgemeindeversammlung im Berggasthof Roggen nicht verkneifen: Es nahmen nämlich 52 Stimmberechtigte teil, wogegen es bei der Einwohnergemeindeversammlung nur 45 Personen waren.

Für 13 Personen lagen Einbürgerungsgesuche vor, denen vorbehaltlos entsprochen wurde. So werden demnächst das Oensinger Bürgerrecht erhalten: Ramani Fatbardha (Kosovo), Santucci Massimo mit Ehefrau Santucci-Repka Monika und zwei Kinder (Italien/Polen), Virga Dushan mit Ehefrau und Kind (Italien/Thailand), Vugrinec Franz (Kroatien), Wiget Vida (Bosnien), Romanovic Jelena (Serbien) sowie Kurt und Nathalie Zimmerli (Schweiz).

Abschluss mit schwarzen Zahlen

Verwalter Reto Bobst konnte über ein insgesamt befriedigendes Rechnungsergebnis orientieren. Der Ertragsüberschuss beträgt 733 971 Franken, nach Verbuchung von zusätzlichen Abschreibungen (bei Heizzentrale, Forsthalle, Photovoltaikanlage und Fernwärmeleitung) werden noch 370 Franken ausgewiesen. Die Nettoinvestitionen betragen 1,966 Mio. Franken.

Einmal mehr ist der Grubenfonds das Prunkstück in der Rechnung der Bürgergemeinde: Der budgetierte Ertragsüberschuss von 700 000 Franken wurde deutlich übertroffen. Bei den Kiesverkäufen wurde eine halbe Million mehr verbucht (neuer Rekord), zudem verhalfen Minderausgaben von beinahe 60 000 Franken für Aufforstung und Pflege zum tollen Überschussergebnis von 1,257 Mio. Franken.

Remo Liechti orientierte, dass die Kiesgrube erweitert und in einem angrenzenden Waldstück ab 2017 eine Inertstoffdeponie in Betrieb genommen wird. Hier rechnet man in den 25 Jahren mit etwa 250 000 Franken Einnahmen jährlich.

Weniger Aufwandüberschuss

Bei der Bürgerrechnung (nur Verwaltung) sah man einen Aufwandüberschuss von knapp 290 000 Franken vor, dieser ist um beinahe 100 000 Franken tiefer ausgefallen, dank Mehreinnahmen aus Liegenschaftsverkauf, Steigerung bei Einbürgerungstaxen und Minderausgaben bei Mobilien und Unterhalt Roggenstrasse.

Während auch der Werkhof in sich einen Ertragsüberschuss (knapp 24 000 Franken) abwarf, gab es beim Roggenberg (infolge baulicher Unterhalt Gebäude und Unterhalt Holzerei) wie auch im Forstbetrieb einen Aufwandüberschuss.

Beim Forstbetrieb gab es einerseits Mehrausgaben für Zukauf, Entschädigung Forstunternehmer und Abschreibungen Maschinen, anderseits Mindereinnahmen bei Nutz- und Brennholz sowie Schnitzelverkäufe; die Heizzentrale stand wegen des Ofeneinbaus zwei Monate still. Neu wird das Energiezentrum selbstständig geführt.

Einfüllanlage nicht praxistauglich

Das Fernwärmenetz wächst, für den nächsten Winter mit einem doppelten Bedarf an Schnitzel gerechnet. Jedoch hat sich herausgestellt, dass das Auffüllen der Silos für die Heizanlage umständlich ist. Um dies zu beheben, stellte der Bürgerrat einen Kreditantrag von 150 000 Franken, der denn auch bewilligt wurde.

Genehmigt wurde im weiteren ein Kredit von 270 000 Franken für Sanierungen auf der Roggenstrasse. Die Einwohnergemeinde nimmt derzeit im oberen Bereich der Schlossstrasse Anpassungsarbeiten vor.

Weiter soll der Parkplatz beim Reservoir bzw. am Anfang der Roggenstrasse vergrössert und saniert werden (Hartbelag). Es fragt sich, wie jene Strassenabschnitte der Roggenstrasse, die noch keinen Betonüberzug haben, saniert werden sollen. Die vom Material (Oberfläche) her unterschiedlichen Abschnitte haben bekanntlich viele Diskussionen und Kopfschütteln ausgelöst. Wann mit der Sanierung begonnen wird, ist offen.

Schliesslich ehrte Präsident Remo Liechti drei Personen, die seit 25 Jahren für die Bürgergemeinde arbeiten: Marie-Therese Bobst (Bürgerschreiberin), Urs Cartier (Präsident Roggenbergkommission) und Robert Baumgartner (Mitglied Roggenbergkommission).