Oensingen
Damit auch behinderte Kinder die Chance haben, eine Kita zu besuchen

In Oensingen setzt sich ein Patronatskomitee für das Projekt inKita ein. Dieses will behinderten Kindern den Zugang zu einer Kindertagesstätte ermöglichen. Präsident des Komitees ist Nationalrat Stefan Müller.

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Im Patronatskomitee dabei sind (v.l.) Stefan Müller-Altermatt, Karin Büttler, Stephan Berger und Johanna Bartholdi. Helen Heutschi ist Leiterin von «Das Kind im Zentrum», Heinz Bläsi, Geschäftsleiter Adda Kita.

Im Patronatskomitee dabei sind (v.l.) Stefan Müller-Altermatt, Karin Büttler, Stephan Berger und Johanna Bartholdi. Helen Heutschi ist Leiterin von «Das Kind im Zentrum», Heinz Bläsi, Geschäftsleiter Adda Kita.

HR Aeschbacher

Seit August läuft das Projekt inKita, gemeinsam durchgeführt von der Adda Kita GmbH und der heilpädagogischen Früherziehungsstelle im «Das Kind im Zentrum» (wir berichteten). Ziel des Projektes ist es, behinderten Kindern den Zugang zu einer Kindertagesstätte zu ermöglichen, wovon nicht nur die Kinder in mannigfaltiger Art profitieren, sondern auch deren Eltern. Nun hat sich ein Patronatskomitee aus regionalen Entscheidungsträgern formiert, welches das Projekt langfristig absichern will.

Dem Komitee gehören Nationalrat Stefan Müller (als Präsident), die Kantonsrätinnen Johanna Bartholdi und Karin Büttler, der Vorsteher des Oberamtes Thal-Gäu, Stephan Berger, sowie der Oensinger Herzspezialist Max Misteli an. Zum Quintett soll sich noch ein Vertreter der regionalen Wirtschaft gesellen.

Positive Reaktionen

An einer ersten Sitzung liessen sich die Mitglieder des Patronatskomitees von Helen Heutschi (Das Kind im Zentrum) und Heinz Bläsi (Adda Kita GmbH) über den Stand des Projektes informieren. Die Verantwortlichen haben auf pragmatische Art das Projekt gestartet und vier körperlich und geistig Behinderte Kinder an zwei Tagen in die Kita Drachenburg aufgenommen. Sie können dank heilpädagogischer Betreuung voll in die Kita integriert werden. Die Rückmeldungen sind sowohl von den Eltern der behinderten wie auch der nicht behinderten Kinder ausgesprochen positiv.

Bedarf ist viel grösser

Einziger Wermutstropfen: Das Projekt kann nur einen Teil des wirklichen Bedarfs abdecken; es gäbe eine ganze Reihe weiterer, behinderter Kinder, welche auf einen Platz in einer Kindertagesstätte angewiesen wären.

Während ein Teil der Kosten für die Betreuung der Kinder durch Gutsprachen an die einzelnen Kinder abgesichert ist, muss ein grosser Teil separat und von privater Seite her finanziert werden. Die Komiteemitglieder wurden über die komplexe Finanzierungssituation informiert und berieten, wie man die benötigten Drittmittel zur langfristigen Sicherung des Projekts sicherstellen will. Sie sicherten den Verantwortlichen ihre Unterstützung zu, damit das Projekt auch in Zukunft den behinderten Kindern der Region Thal-Gäu und ihren Eltern zugutekommen kann. (mgt)