Härkingen

Damals Wagnis mit ungewissem Ausgang – Truck Center Mittelland AG feierte ihr 25-jähriges Bestehen

Rund 200 Gäste waren bei der Feier zu 25 Jahre Truck Center Mittelland AG zusammengekommen.

Die Truck Center Mittelland AG feierte am Freitag in Härkingen ihr 25-jähriges Bestehen. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Härkingen 51 Mitarbeitende.

Vor 25 Jahren gründete René Leclerc die Truck Center Mittelland AG und lud vergangenen Freitag zur Jubiläumsfeier 200 Gäste in die Hallen des Unternehmens ein. Mit 29 habe er sich selbstständig gemacht. «Es war ein Wagnis in ein unbestimmtes Abenteuer.» René Leclerc schaut positiv auf die letzten 25 Jahre zurück. 1993 gründete er die heutige Truck Center Mittelland AG: damals eine kleine LKW-Reparaturwerkstatt in Oberbuchsiten mit einer Handvoll Angestellter. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Härkingen 51 Mitarbeitende.

Mit Annina Campbell

Rund 200 geladene Gäste fanden sich im Truck Center in Härkingen zur Feier ein. Nach einem üppigen Apéro wurden die Gäste in eine zu einem Speisesaal umfunktionierte Halle geführt. Nachdem der Gastegeber alle herzlich begrüsst hatte, lud René Leclerc die Bündnerin Annina Campbell auf die Bühne, die die Gäste durch den Abend führen sollte. Auf dem Programm stand nämlich nebst Danksagungen auch ein spezielles Highlight: Eine Podiumsdiskussion zur Frage «Verkehrskollaps Schweiz – Rettet uns Cargo sous terrain?». «Cargo sous terrain (CST)» nennt sich das Konzept eines unterirdischen Transportnetzes, mit welchem man den Gütertransport zu einem wesentlichen Teil unter der Erde ermöglichen und damit unsere Strassen entlasten möchte.

Zur Diskussion waren Rolf Büttiker, ehemaliger National- und Ständerat FDP, Hanspeter Dreier, Transport Unternehmer, Ulrich Giezendanner, Nationalrat SVP und Transportunternehmer, Christian Imark, Nationalrat SVP und Präsident ASTAG Sektion Solothurn, Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen, und Peter Sutterlüti, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats «Cargo sous terrain AG», eingeladen. Ausgangslage der Diskussion war die Frage, ob ein solches Vorhaben überhaupt realisierbar sei. Es entstand eine spannende, zum Teil sogar etwas hitzige und unterhaltsame Debatte über die Machbarkeit des Projektes und mögliche Alternativen dazu. Hauptkritikpunkte waren unter anderem die Kosten für das Projekt, welche mit denen des Baus der NEAT vergleichbar wären und ohne die Unterstützung mit öffentlichen Geldern kaum realisierbar seien.

Auch kritisiert wurde der Nutzen eines solchen Milliarden teuren Netzes, wenn das zukünftige Konsumverhalten der Gesellschaft kaum vorhersehbar sei. Eine voraussichtliche Entlastung des heutigen Verkehrs um nur rund 0,2 Prozent sei nicht genügend rechtfertigend.

Bauen auf bestehende Infrastruktur

Mehrmals betont Jürg Röthlisberger dabei, die Priorität auf die Optimierung und den Ausbau bereits vorhandener Infrastruktur zu setzen, zum Beispiel durch gesetzliche Anpassungen. Das findet auch beim Publikum Anklang, welches sich zu Beginn zwar für die CST äusserte, aber am Ende doch zunehmend skeptischer wurde. Beendet wurde die Diskussion schliesslich mit der Einsicht, dass es die Lösung für die zunehmende Verkehrsüberlastung in der Schweiz gar nicht gäbe, aber jeder Versuch willkommen sei, obwohl man nicht voreilig Milliarden dafür in die Erde setzen soll.

Nach dem Abgang der Podiumsgäste nahm wieder Gründer René Leclerc Platz auf der Bühne und bedankte sich bei seinen Partnern und Freunden für die Mitarbeit und die Unterstützung im vergangenen Vierteljahrhundert. Mit den Worten «Den LKW wird es immer brauchen» eröffnete er das Buffet für seine Gäste und liess damit einen gelungenen Abend ausklingen.

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