Laupersdorf
Da waren’s nur noch sieben Gemeinderäte

Die Gemeinde Laupersdorf will in Zukunft nur noch sieben statt neun Gemeinderäte und ändert die Gemeindeordnung.

Rudolf Schnyder
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Der Gemeinderat

Der Gemeinderat

zvg

In Laupersdorf gibt es in Zukunft nur noch sieben Gemeinderäte. Die Entscheidung fiel im Rahmen der Überarbeitung der bisherigen Gemeindeordnung aus dem Jahr 2008. Der Gemeinderat legte die Neufassung an der vergangenen Budgetgemeindeversammlung den anwesenden 79 Stimmberechtigten vor. Sie sieht vor, dass die Gemeindekommissionen künftig nur noch fünf Mitglieder umfassen werden und die Prüfung der Gemeinderechnung künftig extern durchgeführt wird.

Zu diskutieren gab allerdings die Anzahl der Gemeinderats mitglieder: Der Gemeinderat schlug wie bisher neun Mandats träger vor – sechs Mitglieder der CVP, zwei der SVP und eines aus der FDP. Verschiedene Votanten aus der Gemeindeversammlung sprachen sich dafür aus, den Gemeinderat auf sieben Mandatsträger zu reduzieren. Die Versammlung hiess schlussendlich einen entsprechenden Antrag von Peter Wäfler mit 40 gegen 33 Stimmen bei einer Enthaltung gut.

Aufwandüberschuss im dreistelligen Bereich

Weiter widmete sich die Versammlung dem Budget 2021. Dieses wurde in der geräumigen Mehrzweckhalle «Kreuzacker» in Laupersdorf vom Gemeindeverwalter Stefan Schaad vorgestellt. Bei einem Aufwand von 8,573 Mio. Franken und einem Ertrag von 8,468 Mio. Franken ist ein Aufwandüberschuss von 105'563 Franken budgetiert. Der Steuerfuss für natürliche Personen bleibt für das Jahr 2021 unverändert bei 124 Prozent der einfachen Staatssteuer und für juristische Personen bei 105 Prozent. Die Investitionsrechnung 2021 sieht bei Ausgaben von 2,321 Mio. Franken und Einnahmen von 349'000 Franken Nettoinvestitionen von 1,972 Mio. Franken vor.

Vorerst bewilligte die Gemeindeversammlung für das Investitionsprogramm 2021 meist einstimmig oder mit grossem Mehr ohne Gegenstimmen einige Kreditbegehren, die von Gemeindepräsident Edgar Kupper und Adrian Schaad, Präsident der Werkkommission, vorgestellt wurden. Der Kanton plant, in den Jahren 2021 und 2022 die Thalstrasse zu sanieren.

Die Sanierung betrifft den Abschnitt vom Dorfeingang Ost bis zur Kreuzung Thalstrasse, Dorfstrasse und Enerholzstrasse. In diesem Zusammenhang werden die Wasserleitungen bei den Querungen der Thalstrasse ersetzt (232'000 Franken), der Einlenker Vorstadtstrasse in die Thalstrasse angepasst und Kanalisationsschachtdeckel ersetzt (97'000 Franken). Ausserdem wird das Häuschen der Bus haltestelle Einschnitt neu erstellt (30'000 Franken).

Weil in der Oberen Brühlmatt zwei neue Einfamilienhäuser gebaut werden, muss die Erschliessungsstrasse Obere Brühlmatt um 45 Meter verlängert werden. Das kostet 85'000 Franken. Im Gebiet Brühlmatt wird ausserdem die Abwasserleitung neu gebaut (200'000 Franken) und im Gebiet Bettimatt müssen Massnahmen gemäss Gefahrenkataster der Grundwasserschutzzone umgesetzt werden. Konkret müssen hier Drainageleitungen entfernt und die Entwässerung der Felder anders umgesetzt werden (162'000 Franken).

Beitrag an den Ausbau der ARA Falkenstein

An den Ausbau der Abwas serreinigungsanlage Falkenstein Oensingen ist ein Ge mein de anteil an den Investitionsbeitrag in der Höhe von 25'200 Franken fällig.

Schliesslich möchte der Gemeinderat die längst fällige Revision der Ortsplanung an gehen (180'000 Franken). Bewilligt vom Souverän wurde auch ein Kredit von 20'000 Franken für die Anschaffung eines Occasion-Salzstreuers für den Werkhof.