Wahlen 2015
CVP Thal-Gäu nominiert Müller-Altermatt, Kolly und Kupper

Stefan Müller-Altermatt, Sandra Kolly und Edgar Kupper wurden mit grossem Applaus für den Nationalrat nominiert. Als Gastmoderator führte der Politikberater Mark Balsiger durch die Nominationsversammlung und beriet die Kandidierenden für den Wahlkampf.

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Sandra Kolly, flankiert von Edgar Kupper und Stefan Müller-Altermatt (l.).

Sandra Kolly, flankiert von Edgar Kupper und Stefan Müller-Altermatt (l.).

zvg

Den Beginn markierte der bisherige Nationalrat Stefan Müller-Altermatt mit seiner Vorstellung. Er hat sich insbesondere mit der Energiepolitik als Befürworter der Energiestrategie 2050 einen Namen gemacht. Ebenso vertritt er die Meinung, dass die Diskussion um die Rentenreform zügig angegangen werden muss.

Mark Balsiger konnte ihm einige interessante Antworten entlocken. Das in absehbarer Zeit vakante Präsidium der CVP Schweiz kommt für Müller-Altermatt nicht infrage, vor allem wegen seines aktuellen Engagements in diversen Positionen, wie dem Gemeindepräsidium in Herbetswil oder dem Präsidium des Netzwerkes Schweizer Pärke, und auch, weil er seine Familie nicht weiter belasten will.

Frauenquote: Der falsche Weg

Sandra Kolly, Kantonalpräsidentin der CVP sowie Kantons- und Gemeinderätin aus Neuendorf, zog bei ihrer Vorstellung den Vergleich ihres Hobbys Line Dance zur Politik. Man bewege sich zwar allein, aber erst in der Gruppe komme die Choreografie zur Geltung.

Als Nationalrätin würde sich Kolly für die Energiestrategie 2050 einsetzen und möchte auch die bilateralen Verträge mit der EU nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Es gebe aus ihrer Sicht zu wenige Frauen in wichtigen Positionen. Aber eine Frauenquote einzuführen, sei der falsche Weg, um dieses Problem anzupacken, antwortete sie auf die Frage von Mark Balsiger. Sie probiere Frauen direkt in den Ortsparteien für Mandate zu motivieren, was offensichtlich von Erfolg gekrönt ist, wenn man den Frauenanteil der CVP-Kantonsratsfraktion betrachtet.

Für Änderungen in Agrarpolitik

Edgar Kupper, Kantonsrat und Gemeindepräsident aus Laupersdorf, stellt sich in den Dienst der Partei und will mithelfen, die beiden Nationalratssitze in den Reihen der CVP zu halten. Als Biobauer würde er sich im Nationalrat stark in die Landwirtschaftspolitik einbringen. Er hat auch schon einige konkrete Änderungen bei der Agrarpolitik des Bundes im Sinn. Ebenso möchte er die Polarisierung der Politik abbauen und plädiert für eine sachliche und anständige Diskussion. (mgt)