Kestenholz
Cornelia Gutweniger tritt Nachfolge von Geschäftsleiter Charly Pichler an

Neue Führungsstrukturen, neue Leitung und zwei Vollzeitstellen mehr bewilligten die Delegierten des Zweckverbandes Sozialregion Thal-Gäu. Unter anderem wählten sie Cornelia Gutweniger als neue Geschäftsleiterin. Sie tritt ihr Amt am 1. November an.

Urs Amacher
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(v.l): Cornelia Gutweniger (neue Geschäftsleiterin), Kurt Bloch (Zweckverbandspräsident), Cordelia Meister (neues Kommissionsmitglied), Charly Pichler (bisheriger Geschäftsleiter)

(v.l): Cornelia Gutweniger (neue Geschäftsleiterin), Kurt Bloch (Zweckverbandspräsident), Cordelia Meister (neues Kommissionsmitglied), Charly Pichler (bisheriger Geschäftsleiter)

Urs Amacher

Die Delegierten wählten Cornelia Gutweniger einstimmig und mit Applaus zur neuen Geschäftsleiterin. Sie wechselt vom zürcherischen «Säuliamt» an den Jurasüdfuss. Die letzten vier Jahre wirkte sie als Leiterin des Bereichs Sozialberatung und Wirtschaftshilfe für den Zweckverband Sozialdienste des Bezirks Affoltern am Albis. Stabsübergabe ist am 1. November 2014 statt. Gutweniger ersetzt den bisherigen Geschäftsleiter Charly Pichler. Der Obwaldner wird die Leitung des Altersheims Ennetbürgen übernehmen. Ebenso einstimmig gewählt wurde ferner Cordelia Meister, Finanzverwalterin von Matzendorf, bis 2017 in die Sozialkommission .

Murren beim Budget

Als zweites Geschäft hatten die Delegierten, welche sich diesmal im «Kastanienbaum» Kestenholz versammelt hatten, das Budget des Zweckverbands für das Jahr 2015 zu verabschieden. Schliesslich wurde der Voranschlag mit neun Ja zu drei Nein bei einer Enthaltung mehrheitlich genehmigt. Opposition erwuchs dem Budget vonseiten von Delegierten aus Thaler Gemeinden. Sie kritisierten die Erhöhung der Stellenprozente um 320 Prozente von 2550 auf 2870. Effektiv handelt es sich aber um eine Aufstockung um 280 Stellenprozente, da 40 Prozente vorher in Mandatsform geleistet wurden. 190 neue Stellenprozente sind begründet durch eine Zunahme der zu bearbeitenden Dossiers, erklärte Charly Pichler. Diese teilen sich auf in 70 Prozent für die Sachbearbeitung und 120 Prozent für Sozialarbeiterstellen.

513 Franken pro Einwohner

Im übrigen musste die Ablauforganisation verbessert und neu strukturiert werden. Der Geschäftsleitung sind zukünftig zwei Bereichsleiter zugeteilt, dies je für die Bereiche Sozialhilfe und Mandatsdienste zuständig sind. Aufgrund dieser Strukturänderung waren 90 Stellenprozente erforderlich. Unter dem Strich rechnet die Sozialregion Thal-Gäu für das kommende Jahr mit einem Nettoaufwand von 16,8 Millionen Franken oder 513 Franken, welche bei den Verbandgemeinden pro Einwohner und Einwohner erhoben werden. Bei der Präsentation des Budgets bemängelte Zweckverbandspräsident Kurt Bloch, dass es keine aussagekräftige Statistik gibt über die Gründe, warum jemand Sozialhilfe beanspruchen muss. Man wisse beispielsweise nicht, wie viele der Sozialhilfeempfänger von der Arbeitslosenkasse als Ausgesteuerte taxiert sind.

Konzentrieren auf einen Standort

Im vergangen Jahr hat der Vorstand des Zweckverbands sämtliche Gemeinden der Sozialregion zum Gedankenaustausch besucht. Dabei kristallisierte sich auch heraus, dass alle 17 Zweckverbandsgemeinden der Meinung sind, ein Standort genüge, berichtet Kurt Bloch. Heute sind die Mitarbeitenden an den beiden Standorten Balsthal und Härkingen tätig. Seinerzeit waren zwei Standorte politisch gewünscht. Dies ist offensichtlich überholt und die Konzentration an einem Ort würde die Abläufe vereinfachen und allenfalls Einsparungen bringen. Nun gilt es ein geeignetes Bauobjekt zu finden.