Balsthal
Clientis Bank im Thal wächst weiter

Gute Kunde durften die Aktionäre der Clientis Bank im Thal AG an der Generalversammlung vernehmen. Der Bruttogewinn konnte weiter gesteigert werden.

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Michel Nyffenegger (M.), neuer Verwaltungsrat, flankiert von Peter Büttler und Hans Peter Schrenk.

Michel Nyffenegger (M.), neuer Verwaltungsrat, flankiert von Peter Büttler und Hans Peter Schrenk.

zvg

Verwaltungsrat und Bankleitung konnten den gut 200 Aktionären an der 130. Generalversammlung in Balsthal für das Jahr 2014 ein sehr gutes Ergebnis präsentieren. Der Wachstumstrend bei den Hypotheken und den Kundengeldern habe sich unvermindert fortgesetzt. Trotz sehr tiefem Zinsniveau und der stetig zunehmenden Regulierungen im Bankenwesen erwarten die Verantwortlichen auch für das laufende Jahr einen soliden Geschäftsgang.

Immer mehr Hürden

Verwaltungsratspräsident Peter Büttler ging in seinem Referat auf die konjunkturelle Entwicklung der Schweiz und der Weltwirtschaft ein und beleuchtete die stetig zunehmenden regulatorischen Anforderungen an ein Bankinstitut. Ergänzend streifte er die Auswirkungen der Entscheide der Schweizerischen Nationalbank vom 15. Januar 2015 (Aufhebung Mindestkurs Euro, Erhöhung Negativzinsen auf Sichteinlagen). «Auch ein kleines Bankinstitut wie die Clientis Bank im Thal AG ist von den Entscheidungen betroffen, welche weit weg in Bern oder sogar im Ausland gefällt werden», sagte Büttler.

Bankleiter Hans Peter Schrenk durfte auf ein insgesamt sehr erfolgreiches und positives Geschäftsjahr zurückblicken. «Auch wenn wir uns mit stetig zunehmenden administrativen Hürden beschäftigen müssen, kann sich das lokal tätige und in der Region stark verankerte Institut erfolgreich entwickeln», betonte Schrenk. Mit den Zahlen für das Jahr 2014 sei er sehr zufrieden. «Die Bilanzsumme ist weiter um 23,3 Mio. auf 292,5 Mio. Franken angewachsen. Die Kundenausleihungen sowie die Kundengelder konnten mit einem Plus von 7,9% respektive 3,4% deutlich gesteigert werden.»

Keine erhöhten Risiken

Mit dem Wachstum sei man keine erhöhten Risiken eingegangen, betonte Schrenk. Ebenso wenig sei das Wachstum «eingekauft» worden. «Dank des robusten Wachstums im Aktivgeschäft konnte die nach wie vor sinkende Zinsmarge wettgemacht werden.» Zudem habe sich der reduzierte Zinsaufwand für Banken- und Pfandbriefgelder positiv auf den Zinsensaldo ausgewirkt, der mit 3,6 Mio. um 6,9% über dem Vorjahreswert lag. «Mit der erfreulichen Steigerung des Bruttogewinnes auf 1,4 Mio. konnten wir an die langfristige kontinuierliche positive Entwicklung anknüpfen.»

Die Clientis Bank im Thal AG legt grossen Wert auf eine solide Eigenfinanzierung. «Diesbezüglich befindet sich das Institut in einer vorzüglichen Situation», führte Schrenk weiter aus. «Die vorhandenen eigenen Mittel übersteigen das geforderte Mass bei weitem.» Damit die erfolgreiche zukunftsgerichtete Geschäftstätigkeit sichergestellt werden kann, werde ein wesentlicher Teil des Jahreserfolges zur Stärkung der eigenen Mittel verwendet. Der Bankleiter dankte seinen motivierten und leistungsbereiten Mitarbeitenden, ohne die der Erfolg nicht zu erreichen sei.

Auf die Generalversammlung hat René Bigler aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Clientis Bank im Thal AG erklärt. Zur Komplettierung des Gremiums war Michel Nyffenegger, dipl. Wirtschaftsprüfer, Burgdorf, vorgeschlagen. Er wurde von der Generalversammlung einstimmig gewählt. (mgt)